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Alt, Helmut

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Die Lobbyisten > Alt, Helmut

RWE-Mitarbeiter und Honorarprofessor

Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt war von 1975 bis 2006 bei RWE/BV Düren zunächst als Ingenieur und später als Hauptabteilungsleiter für Verträge und Tarife, Netzplanung und Sonderaufgaben beschäftigt, daneben auch als ehrenamtlicher Richter in Aachen. 1993 wurde er durch die Ministerin für Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zum Honorarprofessor an der Fachhochschule Aachen berufen.[1] Bis heute hält er Vorlesungen in den Fächern Elektrotechnik und Informationstechnik (Stand: 9. April 2014).[2][3]

Alt ist bis heute begeisterter Anhänger der Atomenergie und hat deren Nutzung in vielen Veröffentlichungen, wie z. B. auf den Websites der Lobbyorganisationen Energie-Fakten.de[4] und Bürger für Technik (BfT)[5], propagiert. Er ist außerdem Mitglied im Fachbeirat der Lobbyorganisation Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE).[6]

Alt wurde auch in der "Forschungsbörse" genannt, über die Wissenschaftler von Schulen zum Dialog mit Schülern eingeladen werden können. Er bietet an, mit Schülern über das Thema Energiewende zu sprechen.[7]

Nutzung der Atomkraft ist der Wille des Schöpfers

2010 wurde Helmut Alt die Ehrenmitgliedschaft der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG), einer der wichtigsten deutschen Lobbyorganisationen, verliehen. Zu diesem Anlass hielt er am 2. November 2010 eine Rede, in der er die Geschichte der Atomkraft in Deutschland streifte und davor warnte, diese Technik aufzugeben. Er argumentierte gegen die erneuerbaren Energien und deren Subventionierung. Die Milliarden schweren Subventionen, die für die Atomkraft bis 2010 geflossen waren, verschwieg er.

Auffällig und auch für einen Lobbyisten ungewöhnlich ist, dass Alt der Nutzung der Atomkraft in dieser Rede einen religiösen Anstrich gab. Es sei der Wille Gottes gewesen, dass der Mensch diese Naturkraft nutze: "Der Mensch ist hier dem Schöpfer auf die Spur gekommen - oder dieser ließ ihn darauf kommen - auf sein physikalisches Grundrezept, ebenso wie mit der Gentechnologie auf sein biologisches. (...) Ich kann mir nicht vorstellen, dass einem allwissenden und allmächtigen Gott eine so peinliche Panne unterlaufen sein könnte, Menschen geschaffen zu haben, die ihm aus dem Ruder laufen, die ihm seine schöne Welt zerstören und sich mit Aussicht auf Erfolg an seine Stelle setzen. Ich habe vielmehr die Zuversicht, dass ihm im Menschen ein Meisterstück gelungen ist (...)".[8][9]

Aktionen nach dem Fukushima-GAU

Als im Mai 2011 Schülerinnen eines Gymnasiums in Aachen den Atomausstieg forderten, schrieb Alt die Direktorin und die Schülerinnen an und setzte sich vehement für die Atomkraft ein. Er führte auch eine Zeitungsmeldung von 2007 an, in der sich Papst Benedikt XVI. für die friedliche Nutzung der Atomkraft aussprach.[10]Kirchen und Atomkraft

In einem Beitrag zum Kongress der Kerntechnischen Gesellschaft vom 17. bis 19. Juni 2011, als der Ausstiegsbeschluss feststand, wies Alt auf die Unverzichtbarkeit der Atomkraft für eine sichere Energieversorgung hin und kritisierte die Subventionen für erneuerbare Energien. Er stellte den Offshore-Windpark Uta in Deutschland den AKW in Frankreich und Finnland gegenüber und kam zum Ergebnis, dass die AKW deutlich günstiger produzierten. Die in die Milliarden Euro gehenden Kosten für Bau und Entsorgung von Atomkraftwerken ließ er beim Vergleich außer Acht.[11]

2011/2012 agitierte Alt im Ringeisen-Gymnasium in Ursberg gegen die Energiewende und propagierte die Nutzung der Atomkraft.[12]

In einem Brief an den damaligen Umweltminister Peter Altmaier forderte Alt diesen 2012 auf, die Energiewende zu beenden, da seiner Meinung mit den erneuerbaren Energien keine sichere Energieversorgung möglich sei und die Energiewende der deutschen Wirtschaft schaden werde.[13]

Alt trat auch im Juni 2013 als Referent bei einer Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes e. V. auf, die sich gegen Windkraftanlagen einsetzt.[14]

(Letzte Änderung: 25.10.2016)

Einzelnachweise

  1. energie-fakten.de: Helmut Alt/ Tabellarischer Lebenslauf, Berufsweg abgerufen am 10. April 2014
  2. FHS Aachen: Homepage von Prof. Dr.-Ing. H. Alt abgerufen am 9. April 2014
  3. FHS Aachen: Menschen/Alt, Helmut Prof. Dr.-Inf. abgerufen am 9. April 2014
  4. energie-fakten.de: Unsere Autoren abgerufen am 10. April 2014
  5. Bürger für Technik: Energie abgerufen am 10. April 2014
  6. EIKE: Fachbeirat abgerufen am 10. April 2014
  7. Forschungsbörse: Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt abgerufen am 10. April 2014 (via WayBack)
  8. KTG: Vom Studium der Kerntechnik zu "Energie zwischen Wunsch und Wirklichkeit" vom 3. November 2010
  9. KTG: Vortrag: Energie zwischen Wunsch und Wirklichkeit vom 3. November 2010
  10. ib-rauch.de: Schülerinnen fordern - AKW abschalten vom 31. Mai 2011
  11. FH Aachen: Energiekonzept als Brücke in die Zukunft vom vom 9. Mai 2011
  12. Ringeisen-Gymnasium: Energiewende - Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt, FH Aachen abgerufen am 10. April 2014 (via WayBack)
  13. Bürger für Technik: Schreiben an Altmaier vom 6. November 2012
  14. Gegenwind Husarenhof: Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes e. V. - Programm: Windkraft im Schwarzwald vom 14. Juni 2013

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