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Kernfusion und Fusionsanlagen > COMPASS (Tschechien)

Typ: Tokamak • Plasmatemperatur: ? • Betreiber: IPP •
Baubeginn: ? • Inbetriebnahme: 1992/2008 • Abschaltung: offen


COMPASStokamak chamber

Der Tokamak COMPASS von innen

COMPASS ist eine Anlage zur Erforschung der Kernfusion, die vom Institut for Plasma Physics (IPP) an der tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag betrieben wird.[1]

Der Tokamak wurde von 1992 bis 2002 zunächst am Culham Science Centre in Oxford in Großbritannien genutzt und 2004 dem tschechischen IPP angeboten. Dort wurde er mit erweiterten Diagnosefunktionen, neuen Steuerungs- und Datenerfassungssystemen und einer verbesserten Stromversorgung ausgerüstet.[2]

Am 9. Dezember 2008 wurde in COMPASS das erste Plasma produziert und am 19. Februar 2009 mit dem Testbetrieb begonnen. Seit 2012 wird der Tokamak für die wissenschaftliche Forschung eingesetzt.[1][2]

Die Anlage besitzt einen Radius von 0,6 Meter und gehört damit zu den kleineren Tokamaks.[3] COMPASS besitzt eine Plasmaform, die derjenigen von ITER ähnelt, und ein flexibles Neutronenstrahlheizsystem. Mit Erreichung des H-Modus, eines optimalen physikalischen Regimes, trägt er zu ITER-relevanten plasmaphysikalischen Studien bei. Er wird auch für die Aus- und Weiterbildung genutzt.[2]

Die Anlage soll zur Anlage COMPASS-U mit einem hochmagnetischen Feld und entsprechenden Plasmageometrien ausgebaut werden, die beim europäischen Fusionsprogramm bislang fehlen. Ziel des Projekts ist es, einige der wichtigsten Lücken in der Plasmaabgasphysik (PEX) zu schließen. Die Inbetriebnahme ist für 2022 geplant.[4]

→ IPP: Institute for Plasma Physics (Homepage)

(Letzte Änderung: 07.01.2019)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 IPP: COMPASS History abgerufen am 6. Januar 2019
  2. 2,0 2,1 2,2 ITER: International tokamak research abgerufen am 6. Januar 2019
  3. IPP: COMPASS Tokamak abgerufen am 6. Januar 2019
  4. IPP: COMPASS Upgrade abgerufen am 6. Januar 2019