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Entstehung der Forschungszentren

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Atomforschung > Entstehung der Forschungszentren

Bundesarchiv Bild 183-51829-0004, Dresden-Rossendorf, 1. Kernkraftwerk, Einweihung.jpg

Einweihung des Forschungsreaktors Dresden-Rossendorf 1957

Heute gibt es in Deutschland mehrere große Forschungszentren, die Atomforschung in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen in Karlsruhe, Aachen, Dresden und München betreiben.[1] Diese Forschungszentren können auf eine mehr als 50 Jahre alte Geschichte zurückblicken.

Nachdem die Alliierten in der Nachkriegszeit die Atomforschung in Deutschland freigegeben hatten, waren zunächst nur kleine Reaktorstationen in Karlsruhe, Jülich, Geesthacht, Berlin und München entstanden.[2]

Das Max-Planck-Institut für Physik unter Werner Heisenberg in Göttingen und später in München fungierte als erstes Kommunikationszentrum für die Atomenergie.

Ab 1953 gab es eine Kontroverse, ob ein Forschungszentrum für Atomkraft in München oder Karlsruhe errichtet werden sollte. Während Werner Heisenberg München präferierte, entschied sich Bundeskanzler Adenauer 1955 für den Standort Karlsruhe. In Garching bei München wurde unter Beteiligung Heisenbergs das Institut für Plasmaphysik (IPP) gegründet, sowie auf Initiative von Maier-Leibnitz das "Atom-Ei" gebaut.[3]

Förderung der Atomforschung 1956-1961.jpg

Förderung der Atomforschung von 1956 bis 1961 vom 16. Juni 1961

Im Verlauf ihrer Entwicklung haben vor allem die Forschungszentren in Karlsruhe und Jülich viel größere Dimensionen angenommen, als ursprünglich geplant war. Beide Zentren lieferten sich in den 60er Jahre einen Konkurrenzkampf in der Forschung: das Kernforschungszentrum Karlsruhe mit der Brütertechnologie, die Kernforschungsanlage Jülich mit dem Hochtemperaturreaktor. Erst ab 1966 wurde im Bund erkannt, dass sich die Entwicklung in den Forschungszentren verselbständigt hatte, viel "Eigendynamik" und "Wildwuchs" entstanden war. Es wurde zwar eine staatliche Koordination eingeleitet, die sich jedoch im Wesentlichen auf die Fortschreibung der laufenden Projekte beschränkte. 1970 wurde das Wachstum der Forschungszentren gestoppt, und 1973 deren Kapazitäten etwas zurückgefahren.[4]

Subventionierung von Atomkraft: Förderung der Atomforschung und -technik

Das Atomforschungszentrum Dresden-Rossendorf, das 1956 in der ehemaligen DDR gegründet worden war, wurde nach der Wende weitergeführt.

(Letzte Änderung: 01.07.2014)

Einzelnachweise

  1. Joachim Radkau & Lothar Hahn: Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft. oekom, München 2013. S. 375.
  2. Kernforschungszentrum Karlsruhe: Die Geschichte von Bau und Betrieb des deutschen Schnellbrüter-Kernkraftwerks KNK II vom August 1993
  3. Joachim Radkau & Lothar Hahn: Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft. oekom, München 2013. S. 27, 32f., 141, 149, 163ff.
  4. Joachim Radkau & Lothar Hahn: Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft. oekom, München 2013. S. 27, 32f., 141, 149, 162ff.

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