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Atomenergie in Europa > Frankreich

Internationale Atomindustrie mit einflussreicher Lobby

Paris vue d'ensemble tour Eiffel

Paris (Frankreich)

Frankreich, ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) 1957,[1] betreibt derzeit 58 kommerzielle Reaktoren an 19 Standorten und deckt mit Atomstrom rund 73 % seines Energiebedarfs.[2]

Das westeuropäische Land wird weltweit als führend bei der Atomkraft und als Nummer eins beim Brennstoffkreislauf angesehen. Der Atomkraftbereich umfasst 2.500 Unternehmen und macht jährlich 46 Mrd. Euro Umsatz. Von der Atomenergie hängen ungefähr 400.000 Arbeitsplätze ab.[3] "Heute besitzt Frankreich eine Atomindustrie von internationaler Bedeutung: elf der 29 "Atomländer" betreiben ihre Kraftwerke mit französischer Technologie, der französische Energiekonzern Areva ist Weltmarktführer in diesem Bereich."[4]

Die friedliche Nutzung der Atomenergie ist aus der militärischen entstanden. Sie unterliegt deshalb keiner demokratischen Kontrolle, sondern der Macht des Staatspräsidenten. Zur einflussreichen Atomlobby gehören der Stromproduzent Électricité de France (EDF), das Commissariat à l'Énergie Atomique (CEA), der Atomkonzern AREVA,[5] die Atomaufsicht ASN, die Betreiber und eine Kadergruppe "Corps de Mines" von rund 500 Ingenieuren.[6]

Hervorzuheben ist darüber hinaus das Engagement im Bereich der Kernfusion. Im südfranzösischen Forschungszentrum → Cadarache werden seit 1988 die Forschungsanlage → Tore Supra/WEST betrieben und die Kernfusionsanlage → ITER errichtet.

Standorte mit Atomkraftwerken:

Belleville
Blayais
Bugey
Cattenom
Chinon
Chooz
Civaux
Cruas
Dampierre
Fessenheim

Flamanville
Golfech
Gravelines
Nogent
Paluel
Penly
Saint-Alban
Saint-Laurent
Tricastin

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Brennilis/Monts d´Arrée (stillgelegt)
G-2/Marcoule (stillgelegt)
G-3/Marcoule (stillgelegt)
Marcoule (Atomzentrum)
Phénix (stillgelegt)
Superphénix/Creys-Malville (stillgelegt)

Jule-Horowitz-Reaktor (geplant)

Le Carnet (aufgegeben)


Eine Karte mit allen Standorten stellt der Stromkonzern Électricité de France (EDF) bereit unter
→ EDF: Carte des centrales nucléaires

Eine Übersicht über alle in Frankreich betriebenen und stillgelegten Forschungsreaktoren findet man unter
→ IAEO: Research Reactors/Countries: France

Frankreich besitzt außerdem 210 stillgelegte Uranminen.
→ AtomkraftwerkePlag: Uranabbau in Europa/Frankreich

Atomare Unfälle und Pannenreaktoren

Nuclear Power Plant Cattenom

AKW Cattenom (Frankreich)

In Frankreichs Atomkraftwerken ist es um die Sicherheit schlecht bestellt, wie diverse Unfälle und eine lange Reihe weiterer Störfälle belegen.

In zwei Reaktoren am Standort Saint-Laurent ereigneten sich 1969 und 1980 partielle Kernschmelzen, bei denen die Gebäude und auch das Gelände des AKW radioaktiv kontaminiert wurden.

Das AKW Tricastin ist berüchtigt für seine Zwischenfälle, wie z. B. die Verstrahlung eines Mitarbeiters 1999 oder einer Serie von Störfällen mit der Kontamination von 100 Menschen. Im Januar 2013 stahlen Unbekannte Pläne aus dem AKW.

Das AKW Blayais wurde 1999 bei einem Sturm überschwemmt.

Auf der Atomanlage Marcoule kam es im September 2011 zu einer Explosion; ein Schmelzofen in einer Wiederaufarbeitungsanlage flog in die Luft. Ein Mensch starb, vier wurden verletzt.

Das dienstälteste Atomkraftwerk Frankreichs, Fessenheim am linken Rheinufer, beunruhigt die Bevölkerung in Frankreich und Deutschland seit langem und soll 2016 abgeschaltet werden.

Schon seit Jahren fordern die Nachbarländer Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg auch die Abschaltung des grenznahen Pannen-AKW Cattenom, das unzureichend gegen Naturkatastrophen geschützt ist und in dem es immer wieder zu Störfällen kommt.

Erdbebengefährdet ist das AKW Chooz in den Ardennen an der Grenze zu Belgien, das nur 100 km westlich von Luxemburg und nicht viel weiter von der deutschen Grenze entfernt liegt.

Frankreichs Ausflug in die Brütertechnologie, der 1973 mit Phénix und 1985 mit Superphénix unternommen wurde, wurde 2010 wegen unzureichender Sicherheit und mangelnder Rentabilität endgültig aufgegeben.

Der Neubau Flamanville, ein europäischer Druckwasserreaktor, ist von Baumängeln, jahrelangen Verzögerungen und einer Kostenexplosion von 3 auf 8,5 Mrd. Euro geprägt.

Atommüll, Wiederaufarbeitung und Endlager

Die Atompolitik der französischer Regierungen ist nicht nur eine Gefahr für die jetzt lebenden Mitbürger, sondern auch für künftige Generationen: Bis 2010 hat Frankreich 1,3 Mio. Kubikmeter Atommüll aufgehäuft, bis 2030 sollen es 2,6 Mio. sein. In Wirklichkeit macht die angegebene Menge aber nur einen Bruchteil des tatsächlichen produzierten Atommülls aus. 96 % werden offiziell einfach nicht als Atommüll bezeichnet, sondern als Brennstoff für künftige neue Reaktoren "der vierten Generation" zwischengelagert. Eine rentable Wiederaufarbeitung und Transmutation von Atommüll konnte bislang nirgendwo erfolgreich erreicht werden.[7]

Frankreich betreibt in La Hague die wohl weltgrößte Wiederaufarbeitungsanlage. Allerdings können nur kleine Anteile des Atommülls wiederverwertet werden, und die Wiederaufarbeitung verursacht schwere Umweltschäden.

Siehe dazu die Seite → AtomkraftwerkePlag: La Hague (Frankreich).

Während es bereits zwei Endlager für leicht- und mittelradioaktiven Atommüll gibt, fehlt bislang ein Endlager für hochradioaktive Abfälle. Im Juli 2016 beschloss das französische Parlament, am Standort Bure/Lothringen ein solches Endlager in Tongestein einzurichten.

Mehr dazu unter → AtomkraftwerkePlag: Atommüll und Endlagerung in Europa: Frankreich

Seit 2011: Kernkraft in der Bevölkerung umstritten

Vor Fukushima wurde die Atomenergie in Frankreich allgemein akzeptiert, im März 2011 kam allerdings erstmals Widerstand in der Bevölkerung auf.[8] Seit November 2011 ist ein Stimmungswechsel in der französischen Bevölkerung bemerkbar: "In Umfragen zeigt sich die Hälfte aller Franzosen besorgt über die Risiken, die die 58 französischen Atomkraftwerke mit sich bringen, und nur noch ein Drittel steht voll hinter dieser Stromerzeugung."[9] Im März 2012 kam es zu Großdemonstrationen französischer Atomkraftgegner, 60.000 bildeten eine Menschenkette.[10]

Zum zweiten Jahrestag der Fukushima-Katastrophe demonstrierten in Paris 20.000 Menschen gegen die Atomkraft. ""Wir fordern die Stilllegung aller Reaktoren, die über 30 Jahre alt sind", sagte ein Sprecher. Darunter fallen etwa 20 der insgesamt 58 Reaktoren. Organisiert wurde die Menschenkette von dem Bündnis "Sortir du nucléaire" (Raus aus der Atomenergie)."[11]

2012: Kurswechsel unter Hollande

François Hollande Journées de Nantes

Staatspräsident Hollande

Unter der konservativen Regierung Sarkozy wurde die Nutzung der Atomenergie noch uneingeschränkt gefördert. Im August 2011 gab es Pläne, ein Atomkraftwerk im Meer und "Mini-Meiler für den Vorgarten" zu bauen.[12] Im Februar 2012 beschloss die Regierung Sarkozy eine Verlängerung der Laufzeiten über 40 Jahre hinaus und die "Entwicklung einer neuen Generation von verhältnismäßig kleinen Atomkraftwerken", weil der Bau großer Reaktoren zu teuer sei.[13]

Andererseits war bereits im Juli 2011 von Frankreichs Netzbetreiber RTE eine Studie vorgelegt worden, in der untersucht wurde, unter welchen Voraussetzungen der Anteil des Atomstroms von 75 % auf 50 % gesenkt werden könnte.[14] Nach den Stresstests wurde im Januar 2012 von Frankreichs Institut für Nuklearsicherheit (IRSN) gefordert, alle Atomkraftwerke für Katastrophen nachzurüsten, was die Preise für den Betrieb und den Neubau in die Höhe treiben würde.[15] Frankreich kündigte an, bis 2016 mit fünf neuen Windparks in großem Stil in die erneuerbaren Energien einsteigen, um die Abhängigkeit von Atomstrom zu verringern.[16] Im Februar 2012 kam es nicht in Deutschland zur Energieknappheit, sondern in Frankreich, so dass immer wieder Strom, auch Solarenergie, aus Deutschland importiert werden musste.[17]

Im Oktober 2012 wurde durch den "politischen Rat für Kernenergie" eine Reduzierung des Atomenergie-Anteils auf 50 % bis 2025 und eine Abschaltung des AKW Fessenheim bis 2016 angekündigt. An der Wiederaufarbeitung von MOX-Brennstäben und am Export der Atomtechnologie wollte Hollande aber festhalten.[18]

Neben dem politischen Kurswechsel dürfte vor allem die mangelnde Rentabilität dazu führen, dass die Nutzung der Atomenergie künftig an Bedeutung verlieren wird. Im November 2012 wies die Électricité de France (EDF), Betreiber der AKW, darauf hin, dass der Atomstrom in Frankreich seit über 25 Jahren zu günstig und nicht kostendeckend verkauft wurde. Zusätzliche Kosten für Nachrüstung, Rückbau und Endlagerung seien nicht berücksichtigt worden. Die an der Regierung beteiligten französischen Grünen fordern deshalb einen kompletten Atomausstieg nach deutschem Muster.[19] Der Atomexperte Mycle Schneider wies im November 2012 darauf hin, dass sich die ökonomische Situation der Atomkonzerne deutlich verschlechtert hat: "Die Ratingagenturen geben Areva heute sehr schlechte Noten. Der größte Atomkonzern der Welt hat zwischen dem Höchststand 2007 und dem niedrigsten Stand 2012 ganze 88 Prozent seines Aktienwerts verloren. EDF hat fast 40 Milliarden Euro Schulden und bis zu 82 Prozent seines Aktienwerts eingebüßt."[20]

2013: Hollandes Rolle zurück: Laufzeitverlängerungen und schnelle Brüter

Am 6. Februar 2013 stellte das französische Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) am süfranzösischen Forschungszentrum Cadarache, an dem die Kernfusionsanlage ITER errichtet wird, eine staatliche Studie zu einem möglichen Atomunfall in Frankreich vom Fukushima-Ausmaß vor. Danach würde ein solcher GAU 430 Mrd. Euro kosten, ein Viertel der Wirtschaftsleistung Frankreichs. Es gäbe 100.000 Atomflüchtlinge, gewaltige Kosten für die Abschaltung anderer AKW, die Umrüstung auf andere Energiequellen und Importe. Der Imageschaden für französische Agrarprodukte und den Tourismus wäre enorm.[21]

Ungeachtet dessen wollte Hollande im Schulterschluss mit der Atomlobby die Energiewende in Frankreich ab 2013  wieder zurückdrehen: Die von Hollande Anfang Juli 2013 geschasste Umweltministerin Delphine Batho hat als Ursache für ihre Entlassung den Druck "bestimmter wirtschaftlicher Kräfte" genannt, die ihre Ambitionen in Bezug auf eine Energiewende in Frankreich, "etwa bei der Atomkraft", ablehnten.[22]

Außerdem hat Hollande einer Laufzeitverlängerung überholungsbedürftiger Reaktoren zugestimmt. Diese wurde damit begründet, dass dies kostengünstiger sei als Investitionen in erneuerbare Energien. Ein französischer Energieerzeuger jedoch schätzte die Kosten für eine Renovierung auf 55 Mrd. Euro bis 2025, die EDF sogar auf 80 Mrd. Euro.[23]

Im November 2013 erklärte der französische Industrieminister Arnaud Montebourg, dass neben Fessenheim-1 und -2 keine weiteren Reaktoren mehr stillgelegt werden sollen und widersprach damit dem Wahlversprechen Hollandes, die Atomkraft auf 50 % der Stromversorgung zu reduzieren.[24] Im Dezember 2013 schloss Montebourg einen Ausstieg Frankreichs aus der Atomenergie auch langfristig aus.[25]

Frankreich wollte auch den geschlossenen Brennstoffkreislauf wieder aufleben lassen. 2020 soll der natriumgekühlte Demonstrationsreaktor Astrid in Bau gehen, ab 2040 sollen Schnelle Brüter der Generation IV, so die Hoffnung, die großen Plutoniumbestände reduzieren. Die älteren Schnellen Brüter Superphénix und Phénix waren 2008 und 2009 stillgelegt worden. Ab 2050 plant Frankreich den Ausstieg aus der Leichtwasser-Technologie.[26]

Im September 2014 bekannte sich der neue französische Ministerpräsident Manuel Valls ausdrücklich zur Atomkraft. Die Atomindustrie sei eine "Zukunftsbranche", und Frankreich werde in neue Reaktoren investieren.[27]

2014: Hohe Renovierungskosten, Drohnen, AREVA-Pleite

Betrachtet man die Entwicklungen im Jahr 2014, steht die französische Atomindustrie gewaltigen Herausforderungen gegenüber.

Der französische Energiekonzern Electricité de France (EDF) schätzte in einer internen Studie vom März 2014, dass ihm für die Renovierung und Erneuerung aller französischen Reaktoren in den nächsten 50 Jahren Kosten in Höhe von 300 bis 340 Mrd. Euro entstehen werden.

Aber auch in der Vergangenheit sind schon hohe Kosten angefallen: "EDF hat von 1967 bis zum Jahre 2007 etwa 96 Milliarden Euro (umgerechnet) für den Bau von 58 Atom-Meilern ausgegeben. Die Modernisierung der Kraftwerke hat seitdem 90 Milliarden Euro gekostet. Nach der Katastrophe im japanischen Fukushima Reaktor rechnet EDF mit etwa zehn Milliarden Euro Investitionen um die Sicherheit der 58 Reaktoren zu verstärken." EDF widerlegt damit selbst das Argument, dass nuklear erzeugter Strom günstig sei.[28]

Da der französische Kraftwerksbestand rapide altert, wird immer mehr über die Rückbau- und Entsorgungsproblematik nachgedacht. 2010 wurden vom Pariser Rechnungshof die Kosten für den Rückbau aller 58 Reaktoren auf 32 Mrd. Euro, die für die Entsorgung 2005 auf 17 Mrd. Euro geschätzt. Experten halten diese Zahlen für viel zu niedrig.[29]

Am 14. Oktober 2014 wurde in der Nationalversammlung ein Gesetz beschlossen, das die Reduzierung des Atomstroms von 75 auf 50 % bis 2025 vorsieht. Die Stilllegung des AKW Fessenheim ist im Gesetz allerdings nicht festgeschrieben.[30]

Im Oktober/November 2014 beunruhigten Frankreich Drohnen, die verschiedene Atomkraftwerke überflogen. Bis Ende November kam es zu über 30 solcher Flüge, deren Initiatoren unbekannt sind. Bisher konnte keine Drohne sichergestellt werden, Umweltschutzgruppen haben eine Beteiligung bestritten. Die Sicherheitsbehörden sind ratlos.[31]

Im November räumte die EDF ein, dass sich die Inbetriebnahme des Europäischen Druckwasserreaktors Flamanville-3 wegen Lieferproblemen um ein weiteres Jahr bis 2017 verzögern wird.[32]

Im gleichen Monat stand AREVA wegen der schlechten Konjunktur bei der Atomenergie vor dem Bankrott und muss vermutlich durch den französischen Staat mit 2 Mrd. Euro gerettet werden. Umweltschützer fürchten, dass AREVA auf Kosten der Sicherheit Geld sparen und die Laufzeiten seiner Atomkraftwerke verlängern wird, um so Gewinne einzufahren.[33] An der Börse brach der Aktienkurs um 20 % ein, und die Bonität des Unternehmens wurde von Standard & Poor´s von BBB- auf BB- auf das Niveau spekulativer Anleihen zurückgestuft.[34]

2015: Gesetz zur Energiewende/Absturz der Atomindustrie

Am 22. Juli 2015 beschloss die französische Nationalversammlung ein Gesetz zur Energiewende, nach dem der Anteil des Atomstroms von heute 75 % in zehn Jahren auf 50 % reduziert werden soll. Die maximale Leistung aller Atomkraftwerke wird auf den heutigen Wert begrenzt, allerdings gibt es keine Festlegung, ob, wann und welche Reaktoren abgeschaltet werden sollen. Neben einer Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien auf 32 % bis 2030 sieht das Gesetz eine Reduzierung fossiler Energieträger, der Treibhausgase sowie Maßnahmen zum Energiesparen und zur Energieeffizienz vor.[35]

Im September 2015 wurde die Schätzung der Baukosten für Flamanville-3 auf 10,5 Mrd. Euro angehoben, und der voraussichtliche Termin für die Inbetriebnahme um ein weiteres Jahr auf Frühjahr 2018 verschoben.[36]

2015 nahm der Absturz der französischen Atomindustrie weiter Fahrt auf: Im Dezember wurde bekannt, dass die EDF innerhalb eines Jahres 41 % ihres Wertes verloren hat, AREVA 36 % (innerhalb der letzten fünf Jahre waren es bei AREVA sogar 80 %). Die EDF-Aktie musste den französischen Leitindex CAC verlassen.[37]

Militärische Nutzung der Atomkraft

Frankreich startete in den 1950er Jahren sein Atomwaffenprogramm und führte 1960 den ersten erfolgreichen Atomwaffentest durch.[38] Schätzungen zufolge verfügte das Land 2017 über einen Bestand von 300 nuklearen Sprengköpfen.[39]

Zur Produktion des für die Atomstreitmacht benötigten Plutoniums wurden u.a. die Reaktoren G-1, G-2, G-3 und Celestin am Standort Marcoule genutzt, Celestin auch zur Erzeugung von Tritium für Wasserstoffbomben. Diese radioaktiven Substanzen wurden in der Wiederaufarbeitungsanlage UP 1 in Marcoule vom bestrahlten Brennstoff abgetrennt.


(Letzte Änderung: 25.06.2017)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. IAEO PRIS: Country Statistics/France abgerufen am 28. Juni 2014
  3. juraforum.de: Kernenergie – ein bedeutender Sektor der französischen Industrie vom 30. August 2013
  4. EurActiv.de: Frankreichs Position zur Zukunft der Kernenergie vom 4. Oktober 2012
  5. Deutschlandradio: Wohin mit dem Atommüll? Die Endlagerdebatte in Frankreich vom 28. Mai 2013
  6. Zeit Online: Abhängig von der Atomlobby vom 9. Mai 2011
  7. arte.tv: "Atomindustrie findet keine Lösung" vom 14. Juli 2012 (via WayBack)
  8. RP Online: "Zeitenwende" in Frankreich? Franzosen wenden sich gegen die Atomkraft vom 14. März 2011
  9. tagesschau.de: Französischer Präsident im Wahlkampf: Atomstrom statt Kerzenbeleuchtung vom 25. November 2011 (via WayBack)
  10. ORF.at: Großdemos gegen Atomkraft in Frankreich und Deutschland vom 11. März 2012
  11. taz.de: Jahrestag der Fukushima-Katstrophe - Proteste in Tokio und Paris vom 9. März 2013
  12. Spiegel Online: Franzosen wollen Kernkraftwerk im Meer bauen vom 9. August 2011
  13. FAZ.net: Frankreich verlängert AKW-Laufzeiten vom 12. Februar 2012
  14. Yahoo: Frankreichs Netzbetreiber stellt Studie zu weniger Atomstrom vor vom 22. Juli 2011
  15. Spiegel Online: Frankreich soll alle Atomkraftwerke nachrüsten vom 17. November 2011
  16. Financial Times Deutschland: Frankreich setzt verstärkt auf Windkraft vom 10. Januar 2012 (via WayBack)
  17. Süddeutsche Zeitung: Die ausgefallene Katastrophe vom 13. Februar 2012
  18. IWR: Frankreich will Kernenergie-Anteil auf 50 Prozent reduzieren vom 17. Oktober 2012
  19. NZZ: Frankreichs Energiemix als umstrittener Cocktail vom 15. November 2012
  20. Badische Zeitung: Kernenergie-Experte Mycle Schneider: "Der Widerstand ist enorm" vom 24. November 2012
  21. Spiegel Online: Atomunfall würde Frankreich 430 Milliarden Euro kosten vom 7. Februar 2013
  22. Zeit Online: Gefeuerte französische Umweltministerin kritisiert Regierung scharf vom 4. Juli 2013
  23. FAZ.net: Reaktorunsicherheit vom 15. Juli 2013
  24. nuklearforum.ch: Frankreich: ausser Fessenheim keine weiteren Stilllegungen vom 19. November 2013
  25. ORF: Frankreich setzt langfristig auf Atomenergie vom 8. Dezember 2013
  26. nuklearforum.ch: Frankreich: Inbetriebnahme kommerzieller Schneller Brüter 2040 vom 27. Mai 2014
  27. proplanta.de: Frankreichs Wiederaufstieg soll auch Deutschland nützen vom 24. September 2014
  28. tageblatt.lu: Astronomische Kosten der Atomkraft vom 4. März 2014
  29. Deutsche Welle: Nebenkosten von Atomkraft unterschätzt vom 16. Mai 2014
  30. FAZ.net: Frankreich will Atomstrom bis 2025 auf 50 Prozent reduzieren vom 14. Oktober 2014 (via WayBack)
  31. heute.de: Drohnen über französischen AKW vom 27. November 2014 (via WayBack)
  32. nzz.ch: Neuartige französische EPR-Anlage wird später ans Netz gehen vom 19. November 2014
  33. Badische Zeitung: Steuerzahler sollen Atomkonzern Areva retten vom 21. November 2014
  34. nzz.ch: Staatliche Rettung erwartet Atomkonzern - Areva am Abgrund vom 22. November 2014
  35. tagesschau.de: Frankreich beschließt Energiewende - Mehr Öko und ein bisschen weniger Atom vom 22. Juli 2015
  36. world nuclear news: Flamanville EPR timetable and costs revised vom 3. September 2015
  37. taz.de: Französischer Energieversorger EdF - Klatsche für Atomkonzern vom 21. Dezember 2015
  38. NTI: France/Nuclear abgerufen am 16. Dezember 2015
  39. FAS: Status of World Nuclear Forces abgerufen am 14. Februar 2017

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