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Die Lobbyisten > Frondel, Manuel

Professor Manuel Frondel vom RWI

Manuel Frondel

Prof. Dr. Manuel Frondel ist Leiter des Kompetenzbereichs "Umwelt und Ressourcen" am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).[1]

In einem Energie-Streitgespräch mit Claudia Kemfert (DWI) im Juni 2010 setze sich Frondel für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken ein, deren Lizenzen versteigert werden sollten. Er kämpfte gegen die Subventionierung von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und gegen die sogenannten "Solarlobbyisten". Er verbreitete Phantasiezahlen mit Strompreissteigerungen von 20 bis 25 %. Dass die Atomkraft mit Hunderten von Milliarden Euro subventionierte wurde, verschwieg er. Sein politischer Hoffnungsträger war 2010 der FDP-Politiker Rainer Brüderle, der eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken forderte.[2]

Im Herbst 2010 beteiligte sich Frondel am Kampf der Atomlobby für eine Laufzeitverlängerung mit einer Studie gegen Ökostrom. "Die deutsche Solarförderung wird darin als zu teuer und angesichts der geringen Stromerzeugung indirekt als Geldverschwendung angeprangert." Die Studie wurde vom klimaskeptischen US-amerikanischen "Institute for Energy Research" (IER) finanziert. Darauf angesprochen, behauptete er, die Hintergründe des Instituts seien ihm unbekannt gewesen.[3]

Manuel Frondel prophezeite 2011, dass Deutschland mit dem Atomausstieg zum Nettoimporteur von Strom werden würde.[4] Eine Prognose, die sich angesichts ständig steigender Stromexporte als falsch erwies. Im Juni 2011 und März 2012 erneuerte Frondel seine Forderung nach Abschaffung der Förderung für erneuerbare Energien.[5][6]

In einem weiteren Streitgespräch mit Claudia Kemfert (DWI) forderte Frondel im Mai 2013 nicht nur ein Ende der Förderung erneuerbarer Energien, er widersprach auch dem Ziel der Bundesregierung eines Anteils von 80 % an der Stromversorgung. Für jetzige und künftige Preissteigerungen sei, so Frondel, der unkontrollierte Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortlich.[7]

(Letzte Änderung: 21.03.2015)

Einzelnachweise

  1. Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung: Mitarbeiter Prof. Dr. Manuel Frondel abgerufen am 30. Juli 2012
  2. Wirtschaftwoche: Energie-Streitgespräch "Rückkehr zur rationalen Energiepolitik" vom 9. Juni 2010
  3. Verivox.de: Kampf der Lobbyisten: Öko-Energie versus Atomkraft vom 22. Oktober 2010
  4. Badische Zeitung Deutschland exportiert große Mengen Strom vom 7. November 2012
  5. heise.de: Verflixt und zugepflastert vom 24. Juni 2011
  6. Zeit Online: Solarenergie - Brüder, zur Sonne, zur Neuheit! vom 4. März 2012
  7. Handelsblatt: "Es wird einen Solarboom 2.0 geben" vom 29. Mai 2013

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