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Die Lobbyisten > Fuchs, Michael

Unterstützung der Laufzeitverlängerung

Michael Fuchs ist seit 2006 Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gilt als starker Befürworter der Atomenergie,[1] was ihm den Spitznamen "Atom-Fuchs" einbrachte.[2]

Bereits am 26. Februar 2010 forderte Fuchs in einem Positionspapier eine Laufzeitverlängerung für deutsche AKW, damit die Atomkonzerne Gewinne über 50 % ausschöpfen könnten. Nur mit Atomkraft könnten durch erneuerbare Energien verursachte "Verfügbarkeitslücken" bei der Stromversorgung ausgeglichen werden.[3]

Am 13. August 2010 sprach sich Fuchs gegen die geplante Brennelementesteuer aus, forderte eine Einigung mit den Energiekonzernen und erneut eine Laufzeitverlängerung.[4] Wie Wolfgang Clement unterzeichnete auch Fuchs den "Energiepolitischen Appell" der Energiekonzerne für eine Laufzeitverlängerung und gegen die Brennelementesteuer, womit er sich eine Zurechtweisung Angela Merkels einfing.[5]

Atomausstieg eine Folge "kollektiver Hysterie“

Nach der Fukushima-Katastrophe lehnte Michael Fuchs den Atomausstieg ab, mit den typischen Standardargumenten der Atomlobby. Die Atomdiskussion sei eine Folge "kollektiver Hysterie“, die Strompreise würden steigen, ganze Wirtschaftsbranchen würden aufgrund des Atomausstiegs verschwinden, und die Nachbarländer würden die Atomkraft weiter nutzen.[6]

Auch im Mai 2012, als der Bundesumweltminister ausgetauscht wurde und die Energiewende vor massiven Problemen stand, präsentierte sich Fuchs umgehend wieder als strammer Atomlobbyist. Er forderte, den Atomausstieg, dessen Konsequenzen man nicht bedacht habe und der zu höheren Strompreise führen werde, zu verzögern.[7]

Am 28. Juli 2012 forderte Fuchs eine Reform der Förderung erneuerbarer Energien und warnte neuerdings vor erhöhten Strompreisen.[8]

Im Februar 2014 schlug Fuchs, offenbar ermutigt vom Widerstand der bayerischen Regierung gegen den Bau von Stromtrassen, eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke für den Fall vor, dass die Nord-Süd-Verbindungen nicht rechtzeitig fertiggestellt würden. "Im Interesse der Industrie könne man im Süden Deutschlands "die Atomkraftwerke erst dann abschalten, wenn die Leitungen für den Windstrom aus dem Norden fertig sind".[9]

Im Januar 2015 kritisierte Fuchs den rasanten Ausbau der Windenergie als "Planübererfüllung" und "eklatante Fehlsteuerung".[10]

→ Wikipedia: Michael Fuchs

(Letzte Änderung: 25.10.2016)

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Michael Fuchs, Koblenz
  2. Süddeutsche.de: "Die Nebeneinkünfte des Herrn Fuchs sind doppelt dubios" vom 25. Januar 2013
  3. Kölner Stadt-Anzeiger: Atomkraftwerke - Unionspolitiker für längere Laufzeit vom 26. Februar 2010 [Seite nicht mehr verfügbar]
  4. stern.de: Brennelementesteuer - CDU-Politiker schlägt sich auf Seite der Atomkonzerne vom 13. August 2010
  5. Spiegel Online: Merkel schaltet auf Angriff vom 24. August 2010
  6. Wirtschaftswoche: CDU-Fraktionsvize will deutsche AKW nachrüsten vom 26. März 2011
  7. Spiegel Online: Ärger bei Schwarz-Gelb - Kritiker aus eigenen Reihen torpedieren Energiewende vom 27. Mai 2012
  8. Reuters Deutschland: Kritik in Union an Kosten der Energiewende für Verbraucher vom 28. Juli 2012
  9. ZfK: Fuchs: Längere Laufzeit für Kernkraftwerke vom 17. Februar 2014
  10. Welt Online: Windkraftausbau übertrifft alle Erwartungen vom 29. Januar 2015

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