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Ein GAU in Deutschland – das ist weit weniger spekulativ, als viele Anhänger der Atomkraft glauben mögen. So haben sich beispielsweise in Gundremmingen A 1977 ein Kurzschluss mit Kontamination und Beschädigung des Reaktorkerns und in Greifswald/Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) 1989 eine partielle Kernschmelze ereignet, zwei Störfälle, bei denen ein GAU nur mit Glück verhindert werden konnte.

Bei sogenannten Precursor-Analysen (Precursor = Vorbote) wurden allein zwischen 2007 und 2009 durch die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) 11 Zwischenfälle ermittelt, die zu Atomunfällen hätten führen können.[1]

Nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung im Jahr 2011 sind immer noch sieben Reaktoren in Betrieb, von denen die letzten erst 2022 abgeschaltet werden sollen: Philippsburg II, Brokdorf, Grohnde, Gundremmingen C (Bayern), Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim II.

Dazu kommen grenznahe Atomkraftwerke in unseren Nachbarländern, die bei einem GAU Teile Deutschlands kontaminieren könnten.

 
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Einzelnachweise

[1]

  1. Deutscher Bundestag: Elf Precursor-Fälle in AKW von 2007 bis 2009 vom 30. Juli 2014; Deutscher Bundestag: Precursor-Analysen von Zwischenfällen in deutschen Atomkraftwerken (Drucksache 18/2108) vom 14. Juli 2014