Fandom

Atomkraftwerke Plag

Gorleben

1.003Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Kommentare0 Teilen

Atommüll - Zwischen- und Endlagerung > Gorleben

Nukleares Entsorgungszentrum

GorlebenNuclearWaste4.jpg

Links das Transportbehälterlager.

In der Nähe der Gemeinde Gorleben im ostniedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg war ab 1977 die Errichtung eines großen nuklearen Standortes geplant, an dem das Problem der Atommüllentsorgung auf einen Schlag gelöst werden sollte.

Bei Gorleben sollten eine Wiederaufarbeitungsanlage, eine Brennelementefabrik, ein Zwischenlager, eine Verpackungsanlage und ein unterirdisches Endlager errichtet werden. Wegen massiven Widerstandes der Anwohner und von Atomkraftgegnern wurde das Projekt jedoch bereit 1979 aufgegeben.

Weitere Informationen dazu unter → Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ)

Übriggeblieben von diesem Vorhaben sind ein Zwischenlager an der Oberfläche sowie der unterirdische Salzstock Gorleben als potenzielles Endlager. Diese sorgen bis heute für anhaltende Konflikte zwischen Atomindustrie, Staat und Atomkraftgegnern.

Zentrales Zwischenlager Gorleben

Von der GNS betriebene Anlagen

Betreiber des zentralen Zwischenlagers Gorleben ist die → Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS), die sich zu 100 % im Besitz der vier großen Atomkonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall befindet.

Mit den Bauarbeiten am Zwischenlager wurde 1982 begonnen, und 1983 wurde als erste Anlage das Transportbehälterlager (TBL) zwei Kilometer südlich von Gorleben eröffnet. Im TBL wird seit 1995 hochradioaktiver Atommüll in Form von bestrahlten Brennelementen und HAW-Glaskokillen (verglaste Spaltproduktlösungen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente) gelagert. Die Abfälle entwickeln Wärme und müssen Jahrzehnte lang abkühlen, bevor sie an ein Endlager abgegeben werden können. Das Transportbehälterlager besitzt eine Nutzfläche von ungefähr 5.000 m² und verfügt über 420 Stellplätze für Transport- und Lagerbehälter.[1][2]

Im TBL Gorleben werden derzeit 113 Behälter mit Atommüll gelagert, "davon fünf Behälter mit abgebrannten Brennelementen und 108 Behälter mit HAW-Glaskokillen, die aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente bei der AREVA NC in La Hague (Frankreich) stammen."[2]

Auf dem Betriebsgelände befindet sich außerdem das Abfalllager Gorleben (ALG), in dem seit 1984 schwach- und mittelradioaktiver Atommüll aus deutschen AKW sowie aus Forschung und Industrie gelagert wird. Es besteht aus Lagergassen mit einer Größe von 4.500 m² und einer Kapazität von 15.000 Kubikmetern. In der benachbarten Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) sollten Verfahren zur Konditionierung und Verpackung von Brennelementen geprüft werden. Wegen des Atomausstiegs ist ein Konditionierungsbetrieb jedoch nicht mehr zu erwarten.[1]

Die Aufbewahrungsgenehmigung für das Zwischenlager Gorleben wurde am 2. Juni 1995 erteilt und endet am 31. Dezember 2034.[2]

Widerstände gegen Castor-Transporte und Lagerung

Castor Transport im Bahnhof SBB @ Basel.jpg

Castor-Transport

Das Zwischenlager ist immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil dorthin vom 25. April 1995 bis 28. November 2011 insgesamt 13 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague rollten. Dies löste massive Proteste von Atomkraftgegnern und Auseinandersetzungen mit der Polizei aus.[3]

Ab 2014 sollten die Castortransporte aus La Hague und Sellafield ins Zwischenlager Gorleben wiederaufgenommen werden, was z. B. die Bürgerinitiative Lüchow Dannenberg scharf kritisierte, da sie befürchtete, dass jeder weitere Transport Gorleben auch als Endlagerstandort festschreibt.[4]

Greenpeace wirft den Behörden vor, dass die vom Zwischenlager ausgehende Strahlung höher ist, als von den Behörden angegeben.""Die Behörden rechnen sich die Daten so hin, dass es für eine Einlagerung weiteren Atommülls reicht" (...). Es würden immer genau die Daten herangezogen, die zum gewünschten Ergebnis führten."[5] Aus einer Studie des niedersächsischen Sozialministeriums vom Spätsommer 2011 geht hervor, dass sich im Umkreis des Zwischenlagers die Geburtenrate verändert hat: Seit 1995 werden weniger Mädchen geboren. Atomkraftgegner führen dies auf die radioaktive Strahlung des Zwischenlagers zurück.[6]

Aufnahmestopp 2013

Im März 2013 einigten sich der Bund und die niedersächsische Landesregierung darauf, dass zunächst kein weiterer Atommüll in das Zwischenlager transportiert werden soll.[7] Dies betrifft jedoch nur hochradioaktiven Atommüll; schwach- und mittelradioaktive Abfälle dürfen weiterhin ins Zwischenlager gebracht werden.[8]

Aufgrund einer Neufassung des Standortauswahlgesetzes am 1. Januar 2014 wurde inzwischen ein weiterer Transport von Castoren ins Zwischenlager Gorleben ausgeschlossen. Dies gelte, wie die Betreiberin GNS anmerkte, für 21 Behälter aus Großbritannien mit hochradioaktivem und fünf Behälter aus Frankreich mit mittelradioaktivem Müll.[9]

Im Januar 2015 klagte der Atomkonzern E.ON beim Bundesverfassungsgericht gegen die Schließung des Zwischenlagers in Gorleben, weil dadurch Mehrkosten entstünden. Gorleben sei ein geeigneter Standort, die Schließung sei "ausschließlich politisch motiviert". E.ON forderte, das Zwischenlager entweder wieder zu öffnen oder die zusätzlichen Kosten dem Bund aufzuerlegen.[10]

Der Salzstock Gorleben als potenzielles Endlager

Erbitterte Auseinandersetzungen

GorlebenNuclearWaste3.jpg

Oberirdischer Teil des Erkundungsbergwerks am Salzstock Gorleben

Bislang wird Atommüll in Gorleben nur oberirdisch gelagert. Seit Jahrzehnten wird jedoch der Salzstock Gorleben als mögliches unterirdisches Endlager erwogen. Er ist bis heute Gegenstand einer erbitterten, oft unsachlich geführten Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) urteilte: "In der öffentlichen Auseinandersetzung wurde der jeweiligen Gegenseite dabei ideologisches und unwissenschaftliches Vorgehen vorgeworfen. Als wissenschaftlich korrekt wurde häufig das deklariert, was zu den eigenen Zielen passte."[11]

Zweifelhaftes Auswahlverfahren

Die Auseinandersetzungen sind u.a. darauf zurückzuführen, dass bis heute unklar ist, nach welchen Kriterien Gorleben ausgewählt wurde.

1973 einigten sich Politik und Atomwirtschaft darauf, dass das deutsche Endlager für Atommüll in einem Salzstock gebaut werden sollte, und gingen auf die Suche nach einem geeigneten Standort. 1976 entschied sich Ernst Albrecht, der damalige Ministerpräsident Niedersachsens, für Gorleben als Standort des Nuklearen Entsorgungszentrums und setzte sich damit über den Rat aller Wissenschaftler, niedersächsischen Fachbehörden und verfügbaren Studien hinweg.[12]

Die Umweltorganisation Greenpeace, die Tausende von Schriftstücken der Niedersächsischen Staatskanzlei und des Umweltministeriums von 1974-1976 analysierte und im April 2010 "Geheime Akten über Gorleben" veröffentlichte, kam zum Schluss, "dass es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren mit dem Salzstock Gorleben als bestem Ergebnis gegeben hat." Albrecht habe Alternativen nicht wirklich in Betracht gezogen und nur den "strukturpolitischen Nutzen" Gorlebens vor Augen gehabt. "Der Ort liegt nah an der früheren Grenze zur DDR, war damals wenig besiedelt, angeblich karg an Widerstand aus der Bevölkerung und es gab kaum Arbeitsplätze."[13]

Der ehemalige Umweltminister in Niedersachsen und Atombefürworter Hans-Heinrich Sander versuchte im Mai 2010 mit Hilfe einer Studie nachzuweisen, dass Gorleben 1976/1977 sehr wohl nach wissenschaftlichen Kriterien aus 23 möglichen Standorten ausgewählt wurde.[14]

Aber auch dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, König, ist nicht klar, welche Kriterien für Gorleben herangezogen wurden. Er wies 2011 auf Schwachpunkte des Standorts hin und führte die mangelnde Akzeptanz darauf zurück, dass "ein transparentes, offenes Verfahren dort lange versäumt worden sei."[15]

Politische Manipulationen unter Kohl

Bundesarchiv B 145 Bild-F074398-0021, Bonn, Pressekonferenz Bundestagswahlkampf, Kohl.png

Helmut Kohl, 1987

Nachdem das Nukleare Entsorgungszentrum massive Protest nach sich zog, reduzierte die niedersächsische Regierung das Projekt am 16. Mai 1979 auf die Errichtung eines Zwischen- und eines Endlagers.[3] Die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) wurde im gleichen Jahr beauftragt, den Salzstock zu erkunden und dessen Eignung als Endlager zu prüfen.[16] Am 3. Mai 1980 besetzten Atomkraftgegner die Bohrstelle 1004 bei Gorleben und errichteten das Hüttendorf "Republik Freies Wendland", welches am 4. Juni 1980 von Bundesgrenzschutz und Polizei geräumt wurde.[3]

Unter Helmut Kohl sollte Gorleben endgültig durchgedrückt werden.

Im Juli 1983 wurden Schächte im Salzstock gebaut. "Die oberirdischen Anlagen und der Schacht wurden gleich so dimensioniert, dass sie später zum Betrieb eines Atom-Endlagers taugen könnten. Fakten wurden geschaffen." Das Endlager Gorleben sollte 1994 in Betrieb gehen.[12]

1998 wurde durch Angela Merkel das Atomgesetz geändert. Es wurde die Möglichkeit geschaffen, störrische Grundbesitzer zu enteignen, wie z. B. die Grafen von Bernstorff, denen ein Teil des Grundes und ein Drittel des Salzstocks gehören und die sich von Anfang an gegen das geplante Endlager gewehrt hatten. Der Grund wurde aber nie enteignet, weil die 1998 an die Regierung gekommenen rot-grüne Koalition die Eignung des Salzstocks bezweifelte.[17]

Am 1. Oktober 2000 wurde von Rot-Grün ein zehnjähriges Moratorium für Gorleben beschlossen. Die Erkundungsarbeiten wurden ausgesetzt, und es herrschten neun Jahre Ruhe im Salzstock.[3]

Im Vorfeld der Bundestagswahl wurde der Regierung Kohl im September 2009 vorgeworfen, eine 1983 durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) durchgeführte Bewertung der Tiefbohrungen manipuliert zu haben.

Die PTB hatte festgestellt, "dass die tonigen Sedimente über zentralen Bereichen des Salzstocks nicht mächtig genug seien, "Kontaminationen auf Dauer von der Biosphäre zurückzuhalten"."[18] Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sollen auf Druck der Kohl-Regierung jedoch kritische Passagen im Bericht verändert worden sein. "Das geht aus einem Fernschreiben hervor, das das Forschungsministerium am 13. Mai 1983 an die Fachbehörde sandte. (…) So solle der Bericht mit einem Kapitel "wesentliche Ergebnisse der Standorterkundung" beginnen, empfahl das Forschungsministerium - "in Abstimmung mit dem BMI", dem Bundesinnenministerium. Und weiter: "Dieser Abschnitt sollte sinngemäß mit der Feststellung schließen", dass "die Eignungshöffigkeit des Salzstockes Gorleben für die Errichtung eines Endlagers substantiell untermauert" werde, heißt es in dem Telex." Das Gutachten sollte im Schlussabschnitt zum Ergebnis kommen, dass in Gorleben alle Arten von Atommüll gelagert werden könnten, und die Möglichkeit eines Eindringens von Wasser und Lauge nicht in das Zentrum der Betrachtung stellen, sprich beschönigen.[19][18]

Die Bundesregierung, die betroffenen Ministerien, weitere Behörden und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wiesen  im Oktober 2009 den Vorwurf der Manipulation zurück. Bei dem Telex habe es sich nicht um Weisungen gehandelt, sondern nur um "redaktionelle Änderungsvorschläge".[20]

Es wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die jedoch im Oktober 2009 im Streit auseinander ging. Danach folgte ein Untersuchungsausschuss, der je nach Parteizugehörigkeit zu unterschiedlichen Ergebnissen kam. Der Skandal um die Gutachten wurde in der Presse lebhaft diskutiert.[21][22][23][24] In der Bewertung der Untersuchungsergebnisse durch CDU/CSU und FDP wurden die Manipulationsvorwürfe als "Wahlkampfmanöver" des damaligen Bundesumweltministers Sigmar Gabriel vor der Bundestagswahl bezeichnet.[25]

Unter der schwarz-gelben Regierung von Angela Merkel bewegte sich das Pendel wieder in Richtung Gorleben, und der damalige Umweltminister Röttgen hob das Erkundungsmoratorium der rot-grünen Regierung 2010 auf.[26] Mit der Sicherheitsanalyse für Gorleben beauftragte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Atomlobbyisten Bruno Thomauske, der auch wirtschaftliches Interesse an der Errichtung eines Endlagers in Gorleben hatte. → Die Lobbyisten/Bruno Thomauske

Überschwemmungs-, Einsturz- und Explosionsrisiken

Im November 2010, als Angela Merkel zusammen mit der Atomindustrie eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke eingeleitet hatte, wurde die Eignung Gorlebens in den Medien lebhaft diskutiert.

Befürworter hielten den Salzstock wegen seines hohen Alters und der Hitzebeständigkeit des Salzes für geeignet als Endlager. Gegner wiesen darauf hin, dass der Salzstock nicht dicht genug sei und wie bei der abgesoffenen Asse Überschwemmungs- und Einsturzrisiken bestünden.[27] Außerdem könnte Salz in Lauge umgewandelt werden und diese durch Frostrisse oder andere "Störungen im Sedimentgestein" radioaktives Material nach außen spülen.[28]

Darüber hinaus waren Vorkommen an leicht entzündlichen Kohlenwasserstoffen nachgewiesen worden. Im Juli 1969 war es in der ehemaligen DDR bei einer Erkundungsbohrung bereits zu einer Gasexplosion gekommen. Der hochradioaktive und 200 Grad heiße Atommüll könnte das Gas ausdehnen und Druck erzeugen, der Risse im Endlager verursachen könne. "heise.de" resümierte: "So entstehen kleine Spalten, durch die Radionuklide, Gase und Lösungen aus dem Endlager heraus dringen können. Das Argument der Gorlebenbefürworter, wonach das Salz durch die Hitzeentwicklung den Atommüll fest und sicher umschließt, kann damit als widerlegt gelten."[29]

Umweltministerium setzt Erkundung aus

BfS Erkundungsbergwerk Gorleben Eingang.jpg

Im November 2011 kündigte der damalige Bundesumweltminister Röttgen eine neue Standortsuche für ein Endlager an. Damit wurde die vorherige Entscheidung der Bundesregierung für Gorleben zwar revidiert, der Salzstock aber weiterhin nicht definitiv ausgeschlossen.[30] Ende November 2012 erklärte Röttgens Nachfolger Altmaier, die Erkundung des Salzstocks Gorleben werde bis zur Bundestagswahl im September 2013 ausgesetzt, und schlug neue Verhandlungen vor. Bis Ende 2013 sollten keine neuen Bohrungen durchgeführt werden.[31]

Die Atomindustrie wollte jedoch unbedingt am Standort Gorleben festhalten, bereits 1,6 Mrd. Euro in den Bau der Deponie investiert hatte (Stand 2010).[32]

Im Januar 2013 drohte Ralf Güldner von der Lobbyorganisation Deutsches Atomforum im Falle einer neuen Standortsuche mit einer Einstellung der Zahlungen der Energiekonzerne für Gorleben und damit, "dass die Brennelemente, die in den dezentralen Zwischenlagern am Standort eingelagert sind, dort deutlich länger bleiben müssen, als das vorgesehen ist".[33]

Am 20. September 2013 hob das niedersächsische Umweltministerium jedoch die seit über 30 Jahren bestehende Zulassung für den Rahmenbetriebsplan auf. Damit wurde die Erkundung des Salzstocks offiziell beendet.[34] Dagegen klagte im Oktober das Bundesumweltministerium unter Peter Altmaier und nährte wieder den Verdacht, dass die Bundesregierung an Gorleben als Endlager festhalten wolle.[35]

Im März 2014 zog die neue Bundesumweltministerin Hendricks die Klage ihres Vorgängers Altmaier zurück. Laut "Süddeutscher Zeitung" verlor Gorleben damit die Grundlage, zum Endlager ausgebaut zu werden.[36] Nach einer Meldung vom 17. Dezember 2014 sollen bis 2016 alle Messinstrumente abgebaut und der Salzstock für 15 bis 20 Jahre gesperrt werden, während nach anderen Standorten für ein Endlager gesucht wird.[37]

Siehe dazu → Endlagersuche nach dem Atomausstieg

Fernsehbeiträge

  • Endlagersicherheit
    Gibt es Alternativen zu Gorleben?
    Ton oder Salz - wo lagert man am sichersten ein?
Endlager Sicherheit - Asse Gorleben05:23

Endlager Sicherheit - Asse Gorleben

SWR, Odysso vom 24. März 2011

  • Endstation Gorleben? Der Streit um den Atommüll
    "Noch immer wird der Salzstock auf seine Eignung als Endlager für hochradioaktiven Atommüll erkundet. Und zwar NUR dieser Salzstock. Andere Orte in Deutschland werden gar nicht mehr in Betracht gezogen. Trotz massiver Proteste im Wendland, trotz einer zweifelhaften Auswahl des Salzstocks in den siebziger Jahren, trotz eines Endlager-Streits, der Deutschland seit über 30 Jahren in Atem hält. (...) "die story" zeigt die aktuelle Situation im Zwischenlager Gorleben, die Proteste um das Endlager und den Streit zwischen Wissenschaftlern und Kritikern."[38]
Gorleben umfassend WDR44:03

Gorleben umfassend WDR

WDR, die story vom 14. März 2011

  • Röttgen will Sicherheitsstandards senken
    "Bundesumweltminister Röttgen will die Sicherheitsstandards am geplanten atomaren Endlager Gorleben senken. Geplant ist, auf eine Rückholbarkeit des Strahlenmülls zu verzichten. Das Risiko: Es könnte im Salzstock zu chemischen Reaktionen bis hin zu Explosionen kommen. (...) Wir sind in Gorleben, über 800 Meter tief im Salzstock. Eigentlich sollte es hier trocken sein. Doch dann sehen wir rostige Schrauben: Lauge tritt aus. Mit Eimern fängt man sie auf - und dann sehen wir sogar einen richtigen Abfluss. Aus dieser Probe-Bohrung liefen 165 Kubikmeter der Salzlauge."[39]
Risiko Atommüll -- Röttgen will Sicherheitsstandards senken 27.05.1007:20

Risiko Atommüll -- Röttgen will Sicherheitsstandards senken 27.05.10

'Kontraste'-Sendung vom 27. Mai 2010

  • Standortwahl Gorleben: Politische Tricksereien hinter den Kulissen
    "Die Politik hat der Öffentlichkeit etwas vorgemacht. 1976 schreibt die Regierung von Helmut Schmidt vor: ohne Endlagernachweis keine neuen Atomkraftwerke. Das wäre das Aus für die Kernkraft." Quelle: Video
Endlager Gorleben Atommüll - Fehlentscheidung der Politik - Frontal 2108:52

Endlager Gorleben Atommüll - Fehlentscheidung der Politik - Frontal 21

ZDF, Frontal21 vom 13. April 2010

  • Angela Merkel im Sommerinterview
    "Es hat jetzt wieder ein Moratorium für Gorleben gegeben. Der Bundesumweltminister hat dann leider gesagt: "Jetzt müssen wir erst mal erkunden, ob´s woanders noch Möglichkeiten gibt." Anstatt an dem Endlager, wo bis jetzt kein Indiz ist, dass es nicht klappen könnte, weiterzuarbeiten. Und das bemängle ich." Quelle: Video
Merkel und Gorleben - Asse - Morsleben05:19

Merkel und Gorleben - Asse - Morsleben

ARD: Bericht aus Berlin, Kontraste, Panorama 2009

(Letzte Änderung: 05.02.2017)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 GNS: Zwischenlager Gorleben abgerufen am 10. Juli 2015
  2. 2,0 2,1 2,2 BfS: Zentrales Zwischenlager Gorleben abgerufen am 10. Juli 2015
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 NDR: Gorleben: Eine Chronik der Ereignisse vom 31. Januar 2013
  4. Der Tagesspiegel: Weitere Castortransporte nach Gorleben vom 4. August 2011
  5. t-online: Streit um Höhe der radioaktiven Strahlung in Gorleben vom 24. November 2011
  6. NDR.de: Hintergrund: Atommüll-Zwischenlager Gorleben vom 28. Oktober 2011 (via Wayback)
  7. FAZ.net: Bund und Niedersachsen finden Gorleben-Kompromiss vom 24. März 2013
  8. umwelt.niedersachsen.de: Standortauswahlgesetz regelt nur Stopp von Castortransporten nach Gorleben vom 26. September 2013
  9. GNS: Fortschritte der Vorbereitungen für die Auslagerung Richtung Endlager Konrad vom 27. Januar 2014
  10. Zeit Online: E.on klagt wegen Gorleben-Aus vor Verfassungsgericht vom 30. Januar 2015
  11. BfS: Endlagersuche in Deutschland abgerufen an 11. Juli 2015
  12. 12,0 12,1 FR Online: Gorleben - getrickst, getäuscht, gelogen vom 22. September 2009
  13. greenpeace.de: Geheime Akten über Gorleben vom 13. April 2010
  14. umwelt.niedersachsen.de: Expertise zur Vorauswahl des Standortes Gorleben vom 28. Mai 2010
  15. Focus Online: Gabriel provoziert die neu-grüne CSU vom 22. Mai 2011
  16. DBE: Daten & Fakten abgerufen am 12. Juli 2015 (via WayBack)
  17. Greenpeace: Die Bernstorffs abgerufen am 12. Juli 2015 (via WayBack)
  18. 18,0 18,1 Zeit Online: Der Albtraum der Atompolitik vom 5. September 2009
  19. Süddeutsche.de: Kohls Minister schönten Gutachten vom 9. September 2009 [Das Datum wurde in der SZ nachträglich elektronisch auf den 17. Oktober 2010 geändert.]
  20. Deutscher Bundestag: Gorleben-Gutachten von 1983 nicht geschönt - PTB war nicht gegen Gorleben als Endlager - vom 9. Oktober 2009
  21. Focus Online: Gorleben: "Handfester Skandal" vom 9. September 2009
  22. Spiegel Online: Streit über Endlager: Gorleben-Enthüllung spaltet die Bundesregierung vom 10. September 2009
  23. Frankfurter Rundschau: Akten-Manipulationen: GAU in der Gorleben-Arbeitsgruppe vom 11. Oktober 2009
  24. Deutscher Bundestag: "Es ist nichts inhaltlich geändert worden" vom 26. Mai 2011
  25. Der Tagesspiegel: 1. Untersuchungsausschuss der 17. Wahlperiode des Deutschen Bundestages - Bewertungsteil der Fraktionen von CDU/CSU und FDP abgerufen am 30. Januar 2015
  26. NDR.de: Gorleben hat als Atom-Endlager "oberste Priorität" vom 15. März 2010 (via Wayback)
  27. Focus Online: Fragen & Antworten: Wird Gorleben durchgedrückt? vom 5. November 2010
  28. Focus Online: Die Winkelzüge der Atomlobby/Warnung vor geologischen Risiken vom 6. November 2010
  29. heise online: Explosionsgefahr in Gorleben vom 3. November 2010
  30. Süddeutsche.de: Bund und Länder einigen sich - Suche nach Atommüll-Endlager beginnt von vorn vom 11. November 2011
  31. FR Online: Altmaier stoppt Erkundung - Gorleben im Zwischenlager vom 30. November 2012
  32. heise.de: Noch keine Einigung über Atommüll-Endlagersuche - Wahltaktik und Besitzstandswahrung verhindern Neuanfang vom 25. April 2012
  33. Der Tagesspiegel: Atomlobby will Gorleben nicht aufgeben vom 2. Januar 2013
  34. umwelt.niedersachsen.de: Zulassung des Rahmenbetriebsplans für die Erkundung des Salzstocks in Gorleben aufgehoben vom 20. September 2013
  35. Greenpeace: Gorleben: Bund klagt gegen Erkundungs-Stopp vom 22. Oktober 2013 (via WayBack)
  36. Süddeutsche.de: Gorleben verliert Grundlage vom 27. März 2014 (via WayBack)
  37. Deutschlandfunk: Schicht im Schacht vom 17. Dezember 2014
  38. wdr.de Endstation Gorleben? - Der Streit um den Atommüll vom 8. Dezember 2011 (via WayBack)
  39. rbb-online.de Risiko Atommüll – Röttgen will Sicherheitsstandards senken vom 27. Mai 2010

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki