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Hanford (USA)

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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > USA > Hanford (USA)

Strahlenruine im Nordwesten der USA

Hanford B Reactor Exterior.jpg

B-Reaktor in Hanford

Der militärische Komplex Hanford befindet sich am Columbia River nördlich der Stadt Richland im nordwestlichen Bundesstaat Washington und diente ab 1943 zur Herstellung von Plutonium für militärische Zwecke in folgenden Reaktoren:[1]

B-Reaktor (1944-1968)
D-Reaktor (1944-1967)
F-Reaktor (1945-1965)
H-Reaktor (1949-1965)
DR-Reaktor (1950-1964)
C-Reaktor (1952-1969)
KW-Reaktor (1954-1970)
KE-Reaktor (1955-1971)
N-Reaktor (1963-1988)

Mit Hanford besitzen die USA die am schlimmsten verstrahlte nukleare Anlage der westlichen Welt, die 1988 stillgelegt und seitdem dekontaminiert wird.[2]

"Hier befinden sich 204.000 Kubikmeter hochradioaktiver Müll - zwei Drittel des gesamten US-Atomabfalls. 216 Millionen Liter radioaktiver Schlacke sind in immer wieder undicht werden[d]en Tanks, mehr als 100.000 ausgebrannte Brennstäbe liegen in mürben Wasserbecken, 43.000 Kubikmeter kontaminierter Sand und 720.000 Liter Salpetersäure verseuchen die Erde." Die Sanierung soll bis 2052 laufen.[3]

Über die Jahrzehnte sollen 1,8 Billionen Liter verseuchtes Wasser ausgetreten sein. Im Februar 2013 wurde bekannt, dass sechs unterirdische Tanks mit Atommüll undicht sind. Wie immer wird auch jetzt wieder behauptet, es bestehe keine akute Gefahr für die Bevölkerung.[4] Experten befürchten jedoch, dass aufgrund einer massiven Ansammlung von Wasserstoff die ganze Anlage in Kürze in die Luft fliegen könnte.[5]

Vier verworfene Einheiten, eine aktive

Hanford sollte auch Standort für zwei Siedewasserreaktoren von Westinghouse zur Stromerzeugung werden, die die Puget Sound Power & Light Company in den 1970er Jahren bestellte, aber 1983 wegen Kostenüberschreitungen und Konstruktionsmängle aufgab. → Skagit/Hanford (USA)

Ebenfalls in den frühen 1970er Jahren plante die Washington Public Power Supply System (WPPSS) in Hanford die Errichtung von drei → WNP-Druckwasserreaktoren. Von diesen wurde jedoch aus Kostengründen nur eine Einheit fertiggestellt, die heute noch aktiv ist. → Columbia (USA)

Fernsehbeiträge

  • Albtraum Atommüll
    "Schon 1943 ließen die Ingenieure von Hanford 170 riesige Betontanks bauen, um die gefährlichsten radioaktiven Abfälle zu lagern. In jeden passt ein Mehrfamilienhaus. Diese Tanks wurden im Boden vergraben, um die Risiken zu verringern. (...) Unglücklicherweise entdeckten die Ingenieure in den 80er Jahren, dass 60 Abfalltanks leckten und das Grundwasser verseuchten. (...) 2002 vermerkt ein offizieller Bericht für das amerikanische Energieministerium, dass sich in den Fischen des Columbia River Strontium 90, ein radioaktives Element, befindet." Quelle: Video
Albtraum Atommüll 2 1009:57

Albtraum Atommüll 2 10

arte, 2009

  • Marode Anlage im US-Nordwesten
    Sechs Atommülltanks in Hanford sind undicht

    "In der ehemaligen Plutoniumfabrik Hanford im US-Staat Washington tritt nuklearer Abfall aus Lecks in sechs unterirdischen Tanks aus. Die Atommüllanlage auf einem Gelände doppelt so groß wie Hamburg gehört zu den ältesten der USA. Schon öfter hatte es Berichte über undichte Tanks gegeben."[6]
Video ARD Washington Marode Anlage im US-Nordwesten Sechs Atommülltanks in Hanford sind undicht01:34

Video ARD Washington Marode Anlage im US-Nordwesten Sechs Atommülltanks in Hanford sind undicht

ARD vom 23. Februar 2013

(Letzte Änderung: 11.03.2017)

Einzelnachweise

  1. hanford.gov: Hanford History abgerufen am 25. Februar 2017
  2. Spiegel Online US-Strahlenruine Hanford - Amerikas atomare Zeitbombe vom 22. März 2011
  3. Spiegel Online: US-Strahlenruine Hanford: Lecks in sechs unterirdischen Atommülltanks vom 23. Februar 2013
  4. Focus Online: US-Atomruine Hanford - Sechs lecke Atommüll-Tanks verseuchen Grundwasser vom 23. Februar 2013
  5. Focus Online: Explosionsgefahr in marodem US-Atommülllager vom 3. April 2013
  6. tagesschau.de: Marode Anlage im US-Nordwesten - Sechs Atommülltanks in Hanford sind undicht vom 23. Februar 2013 (via WayBack)

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