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Atomkraftwerke Plag

Held, Gerd

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Die Lobbyisten > Held, Gerd

Gerd Held ist seit 2008 politischer Publizist[1] und veröffentlicht Artikel in der atomfreundlichen Zeitung "Die Welt", in denen er die Energiewende kritisiert und für die Nutzung der Atomkraft plädiert.

Kurz nachdem Angela Merkel 2010 die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchgesetzt hatte, flankierte Held diese Politik in der "Welt". Er behauptete, die Erneuerbaren und die ganze Energiewende seien an zu hohen Kosten gescheitert. Mit der Laufzeitverlängerung korrigiere die Bundesregierung eine Fehlentscheidung der Regierung Schröder.[2]

Wenige Tage nach der Fukushima-Katastrophe behauptete Held in der "Welt", es gebe eine "Zwangslage" oder eine "Pflicht", die es unvermeidlich mache, trotz allem die Atomkraft weiter zu nutzen. Nur damit könnten andere Bedrohungen, wie die Energieversorgung, der Raubbau der Erde und die CO2-Emissionen gemeistert werden. Das Problem sei nicht die Atomkraft, sondern unsere mangelnde Akzeptanz, eine Katastrophe hinzunehmen; Held schloss seinen Artikel mit den wunderlichen Worten: "Wir brauchen ein neues Verhältnis zum Unglück, eine psychologische Fähigkeit, es anzunehmen – auch das große Unglück, das viele unserer Anstrengungen zunichtemacht. Die stille Würde, mit der die Japaner ausharren, berührt unser Herz."[3] Held wurde in diesem Zusammenhang von der "taz" als "Adlatus" des ehemaligen Chefredakteurs der "Welt", Thomas Held, bezeichnet. Gerd Held betreibe in seinem Artikel eine "mythologische Überhöhung der Atomkraft zu einer fast schicksalshaften Notwendigkeit".[4]

Anfang 2012 beschwor Gerd Held eine bedrohliche Lage, eine unverantwortliche "Lücke" in der Energieversorgung Deutschlands und auch gleich der ganzen Welt herauf, da 2011 Atomkraftwerke abgeschaltet wurden und man verstärkt auf erneuerbare Energien setzt. "Der Atomausstieg ist moralisch sehr fragwürdig."[5]

Auch im Juli 2013 argumentierte Held gegen die erneuerbaren Energien. Diese seien zu teuer, die Energiewende sei auf eine "volkswirtschaftliche Fehlkalkulation" zurückzuführen. Der Verzicht auf Atomkraft mache Strom unbezahlbar.[6]

(Letzte Änderung: 01.10.2015)

Einzelnachweise

  1. wordpress.gerdheld.de: Homepage abgerufen am 28. September 2014
  2. Die Welt: Die Energiewende ist am Ende vom 20. Oktober 2010
  3. Welt Online: Die Kernenergiedebatte wird falsch geführt vom 18. März 2011
  4. taz.de: Protest und Pathologie vom 28. März 2011
  5. Die Welt: Die Energiewende ist eine passive Großbaustelle vom 16. Januar 2012
  6. Die Welt: Energiewende - Wenn Grüne rechnen, kommt hinten Ideologie raus vom 22. Juli 2013

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