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Humpich, Klaus-Dieter

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Die Lobbyisten > Humpich, Klaus-Dieter

Atomausstieg als "linke Identitätspolitik"

Dr. Klaus-Dieter Humpich studierte Maschinenbau und Energie- und Verfahrenstechnik mit Schwerpunkt Kerntechnik, bevor er zehn Jahre am Institut für Kerntechnik in der Technischen Universität Berlin arbeitete. Seit 20 Jahren ist er freiberuflich im Bereich Energietechnik tätig.[1]

Humpich propagiert eindringlich die Segnungen der Atomkraft und polemisiert gegen den Atomausstieg. Seine zahlreichen Beiträge werden gerne in atomkraftfreundlichen Blogs und Websites aufgenommen. In der Folge einige Beispiele:

In einem Beitrag vom 22. März 2010 bezeichnete Humpich den von der rot-grünen Koalition beschlossenen Atomausstieg als "linke Identitätspolitik" und rückte diesen in die Nähe der 68er Generation und die RAF. Der Atomausstieg fördere Humpichs Meinung nach den Aufbau des Sozialismus.[2] Im September 2010 verneinte er, dass Deutschland ein Endlagerproblem habe: Atommüll könne problemlos wiederverwertet werden.[3]

Siehe dazu auch: → Klaus-Dieter Humpich: Wenn’s mit der Sonne klappt, klappt’s auch mit’m Sozialismus! vom 6. August 2009

Verharmlosung des Fukushima-GAUs

2011 versuchte Humpich die Fukushima-Katastrophe mit dem Argument zu verharmlosen, diese sei nicht mit dem GAU von Tschernobyl zu vergleichen und wesentlich ungefährlicher.[1]

Im Juni 2011 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Atommüll - Der Versuch einer Neubetrachtung". In einem Interview dazu bezeichnete er Atomkraft weiterhin als "zukunftsweisend" und Atommüll und Unfälle als lösbare Probleme. Atomkraft sei ein Opfer von "Halbwahrheiten und tumber Propaganda" geworden. Das Atomzeitalter werde jetzt erst beginnen.[4][5]

Am 22. November 2013 verfasste er eine kurze Geschichte des AKW Fukushima und behauptete, dass eine Räumung der Brennelemente problemlos möglich sei und sich das Gebiet nach den Aufräumarbeiten (die allerdings Jahrzehnte in Anspruch nehmen würden) zu einem Erholungspark entwickeln werde.[6]

Humpich hat auch diverse Beiträge für Atomlobby-Organisationen geschrieben. In einem Artikel für die Website der Bürger für Technik (BfT) verharmloste er die Gefahren ionisierender Strahlung.[7] Für die Anti-Windkraft-Organisation Gegenwind enthüllte er uns "Das schmutzige Geheimnis der Wind- und Sonnenkraftnutzung".[8]

Im Juli 2015 schrieb Humpich einen Artikel über schnelle natriumgekühlte Reaktoren, mit denen Atommüll verbrannt werden soll –[9] eine Art Neuauflage Schneller Brüter, deren Betrieb bislang ein einziges technisches und ökonomisches Desaster war. → Schnelle Brüter Dass bei der Wiederaufarbeitung nur kleine Mengen Atommüll verbrannt werden können und neuer Atommüll entsteht, verschwieg Humpich. → Wiederaufarbeitung

Laut der Lobbyorganisation Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) ist Klaus-Dieter Humpich Betreiber des Portals NukeKlaus, wird aber dort nicht namentlich genannt.[10]

(Letzte Änderung: 25.10.2016)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 liberalesinstitut.wordpress.com: Fukushima-Störfall: Japan ist nicht die Sowjetunion! vom 14. März 2011
  2. liberalesinstitut.wordpress.com: So fern und doch so nah vom 22. März 2010
  3. liberalesinstitut.wordpress.com: Die Moritat von der "ungelösten Endlagerfrage" vom 22. September 2010
  4. Die Freie Welt: "Das Zeitalter der Kerntechnik beginnt gerade erst" vom 20. Juni 2011
  5. EIKE: "Das Zeitalter der Kerntechnik beginnt gerade erst" - Interview mit Dr. Klaus-Dieter Humpich vom 23. Juni 2013
  6. Die Freie Welt: Fukushima Block IV – Die Geschichte vom 22. November 2013 (via WayBack)
  7. BfT: LNT – Drei Buchstaben, die die Welt bestimmen. abgerufen am 3. Dezember 2013
  8. Gegenwind: Das schmutzige Geheimnis der Wind- und Sonnenkraftnutzung vom 1. März 2011
  9. Die Freie Welt: PRISM das moderne Entsorgungszentrum? Teil 1 vom 1. Juli 2015
  10. EIKE: Ausstieg aus Kernenergie: Technologie-Transfer mit Dampferzeugern aus China vom 9. Juni 2013

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