FANDOM


Die Lobbyisten > Hundt, Dieter

OFFIZ. BESUCH BK FAYMANN IN DEUTSCHLAND (3235640211).jpg

Dieter Hundt

Dieter Hundt war ab 1964 bei AEG zunächst als Assistent des für Kernenergietechnik zuständigen Vorstandsmitglieds, anschließend als Vertriebsleiter für Siedewasserreaktoren beschäftigt, später als Bereichsleiter für Reaktoren bei der Kraftwerk Union.[1] Von 1996 bis 2013 war er Präsident der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände).[2]

Hundt ist überzeugter Anhänger der Atomenergie, wie viele seiner Äußerungen bis heute zeigen. Durch seine Statements in den Medien zieht sich die Argumentation, dass deutsche AKW sicher seien; Risiken der Atomenergie blendet er konsequent aus.

2008 sprach er sich für den Bau neuer und eine Laufzeitverlängerung älterer AKW aus und zog dafür die Stereotype der Atomlobby heran: "Kernkraft ist ein wirtschaftlicher, sicherer und klimafreundlicher Energielieferant. Ich halte es für richtig, dass jetzt wieder über längere Laufzeiten von Atomkraftwerken diskutiert wird. Wir dürfen uns auch dem Bau neuer Kernkraftwerke nicht verschließen, damit Energie für Bürger und Wirtschaft dauerhaft bezahlbar bleibt."[3]

Im Verlauf der Diskussion um die Laufzeitverlängerung 2010 forderte Hundt unbegrenzte Laufzeiten, da die deutschen Atomkraftwerke die sichersten der Welt seien.[4] Er lehnte feste Laufzeiten ab, bezeichnete die Kritik an der Atomkraft als "ideologisch getrieben" und verurteilte - auch ein beliebter Gemeinplatz der Atomlobby - den angeblich zunehmenden Import von Atomstrom aus dem Ausland.[5]

Die Fukushima-Katastrophe von 2011 und der Ausstiegsbeschluss kamen dem atombegeisterten BDA-Präsidenten äußerst ungelegen. In vielen Äußerungen lehnte er das Moratorium ab und warnte vor einem "überstürzten Ausstieg". Dies begründete er mit Gefahren für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft - ein nachweislich falsches Argument, wie wir heute wissen. Der Ausstieg würde in der Bevölkerung nicht honoriert und der CDU Wahlniederlagen bescheren.[6] Dass die Mehrheit der Bevölkerung die Atomkraft ablehnte - kein Wort davon.

Später wurde Hundt in seinen Äußerungen etwas zurückhaltender. Er kritisierte nicht mehr den Atomausstieg an sich, sondern lediglich die Umsetzung der Energiewende und forderte Anfang 2013 eine Überprüfung des Zeitplans zum Atomausstieg.[7]

Im September 2013 forderte Hundt einen "Förderstopp für neue Windräder und Photovoltaik-Anlagen". Eine Weiterführung der Energiewende hätte "dramatische Folgen" für die Wirtschaft. Welche Folgen und warum, ließ er offen.[8]

(Letzte Änderung: 27.10.2016)

→ Wikipedia: Dieter Hundt

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Dieter Hundt abgerufen am 27. September 2014
  2. BDA: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Ingo Kramer zum Arbeitgeberpräsidenten gewählt abgerufen am 15. Dezember 2013
  3. Bild.de: Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt - Die Regierung muss die Abgaben jetzt senken! vom 16. Juli 2008
  4. themen portal: Hundt fordert unbegrenzte Laufzeit für sichere Atomkraftwerke vom 23. März 2010
  5. MOZ: Hundt gegen feste Laufzeiten für Atomkraftwerke vom 14. August 2010
  6. Handelsblatt: "Moratorium ist falsch" - Arbeitgeber-Chef Hundt stänkert gegen Koalition vom 6. April 2011
  7. manager magazin: Steigende Preise - "Strom darf nicht zum Luxusgut werden" vom 1. Januar 2013
  8. FAZ.net: Arbeitgeberpräsident Hundt fordert Förderstopp für neue Windräder vom 11. September 2013

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki