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Internationale Länderkommission Kerntechnik (ILK)

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Die Lobbyorganisationen > Internationale Länderkommission Kerntechnik (ILK)

Die Internationale Länderkommission Kerntechnik (ILK) war laut der Homepage des Bayerischen Umweltministeriums ein Gremium von zuletzt neun Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, Schweden, den USA und der Schweiz, die die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen bei Fragen der kerntechnischen Sicherheit, der Entsorgung und Risikobewertung beriet. "Sie hat nicht nur die Ausstiegspläne der Bundesregierung kritisch bewertet, sondern auch untersucht, inwieweit sich der verschärfte Wettbewerb im liberalisierten Strommarkt auf die Sicherheit auswirken kann."

Sie war Anfang Oktober 1999, also kurz vor dem Atomkonsens Schröders mit der Atomindustrie gegründet worden und wurde als "wissenschaftlich unabhängige Institution" bezeichnet. Nach dem Ausscheiden von Hessen und dem Abarbeiten aller wichtigen Themen wurde die ILK 2009 aufgelöst.[1]

Auch wenn die ILK gelegentlich kritisch wurde und z. B. nur drei deutsche Reaktoren als ausreichend gesichert gegen Flugzeugabstürze bezeichnete,[2] vertrat sie in ihren Stellungnahmen atomfreundliche Standpunkte und nutzte Argumente, wie wir sie von der Atomwirtschaft und -lobby kennen.

In einer 2009 veröffentlichten Zusammenfassung ihrer Stellungnahmen sah die ILK die Atomenergie nicht als Brückentechnologie, sondern als dauerhafte Lösung an und widersprach damit dem Ausstiegsbeschluss. "Der Beitrag der Kernenergie zu einem nachhaltigen Strom-Mix ist unverzichtbar. Dies wird mit der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, der Gewährleistung der Versorgungssicherheit, insbesondere im Grundlastbereich, und der Erreichung der Kyoto-Ziele begründet."

Sie empfahl eine Nutzung der Atomenergie über die unter Bundeskanzler Schröder mit der Atomindustrie vereinbarten Laufzeiten hinaus. "Es bestehen keine sicherheitstechnischen Gründe, die Betriebsdauern der Anlagen auf einen festen Wert zu begrenzen. Sie können auch über die Auslegungsdauer von 40 Jahren hinaus sicher betrieben werden." Sie bescheinigte den deutschen Atomkraftwerken im internationalen Vergleich eine hohe Sicherheit, lobte die funktionierende staatliche Aufsicht und hob hervor, dass in Deutschland bislang keine Ereignisse stattgefunden hätten, die die INES-Stufe 2 überschritten hätten.

Darüber hinaus hielt sie Salzstöcke als geeignete Standorte für Endlager, insbesondere den Salzstock Gorleben, "dessen Erkundungsergebnisse bislang positiv sind" und für den sie eine weitere Erkundung befürwortete. Im Anhang der Zusammenfassung widersprach die ILK noch einmal explizit der Ansicht der Bundesregierung von 1998, dass Gorleben nicht als Endlager geeignet sei und einem Vorschlag des Bundesumweltministeriums, mit der Suche nach einem Endlager neu zu beginnen.[3]

(Letzte Änderung: 29.10.2016)

Einzelnachweise

  1. stmug.bayern.de: Internationale Länderkommission Kerntechnik – ILK abgerufen am 29. Oktober 2016
  2. DER SPIEGEL12/2011: Landkarte des Schreckens vom 21. März 2011
  3. stmug.bayern.de: Zusammenfassung übergeordneter Aussagen aus ILK-Stellungnahmen und ILK-Empfehlungen abgerufen am 29. Oktober 2016 (via WayBack)

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