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Kenia

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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Kenia

Einstiegspläne seit 2008

Nairobi panorama from westlands.jpg

Nairobi (Kenia)

Kenia ist seit 1965 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).[1]

Erste Pläne zur Einführung der Atomkraft in Kenia wurden 2008 auf einer nationalen Energiekonferenz diskutiert.[2]

Im September 2010 kündigte das kenianische Energieministerium an, dass es Pläne für den Bau eines ersten Atomkraftwerks ab 2017 gäbe, und schlug einen Reaktor südkoreanischer Bauart mit 1.000 MW und Kosten von 3,5 Mrd. US-Dollar vor. Kenia habe dafür 2,5 Mio. US-Dollar zurückgelegt.[3]

Es wurden ein Komitee zur Planung gegründet und geeignete Standorte gesucht. Der größte kenianische Energiekonzern ging von einer Nutzung der Atomkraft ab 2022 mit einer Kapazität von 4.200 MW aus.[4] Im März 2011 wurde nach gemeinsamer Suche mit der IAEO der Standort Athi Plains, 50 km von Nairobi entfernt, genannt.[5]

Im April 2011, kurz nach dem Fukushima-GAU, wurde in der Titelstory der "Daily Nation" berichtet, dass am Stadtrand von Nairobi ein AKW mit 35 Gigawatt Leistung errichtet werden solle und man den Atommüll in mehreren, 50 km tiefen Löchern vergraben wolle – dies war allerdings ein Aprilscherz.[6]

Auch 2013 wurde der Bau eines Atomkraftwerks avisiert, der Beginn aber auf 2018 verschoben. Als Kosten wurden nun 4 Mrd. US-Dollar genannt. Allerdings: "Verschiedene Lobbygruppen und ausländische Beobachter bezweifeln, dass Kenia im Stande ist, ein Atomkraftwerk verantwortungsvoll zu betreiben. Die Frage des nuklearen Abfalls bleibt zudem bislang unbeantwortet." Die kenianische Regierung kündigte außerdem Investitionen in erneuerbare Energien (Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Geothermie) an.[7]

2013 wurde in erneuerbare Energien investiert, insbesondere in Städten, wo es ein Stromnetz gibt. Für die Förderung erneuerbarer Energien hat sich Kenia das deutsche EEG als Vorbild genommen.[8]

Im Februar 2014 kündigte das kenianische Parlament neuerdings einen langfristigen Einstieg in die Atomkraft an. Man hofft auf einen 1.000-MW-Reaktor bis 2024 und weitere bis 2026, 2029 und 2031. Als möglicher Standort wird der Viktoriasee diskutiert.[9]

Chinesische Reaktoren?

Im September 2015 unterzeichnete das Kenya Nuclear Electricity Board (KNEB) mit der China General Nuclear Power Corporation eine Absichtserklärung zur Entwicklung der Atomenergie. Kenia plant bis 2025 den Bau eines 1.000-MW-AKW und möchte die Kapazität bis 2033 auf 4.000 MW erhöhen, dies wären ungefähr 20 % des gesamten geschätzten Energie-Mix´ von 19.000 MW. In Betracht gezogen werden chinesische Reaktoren des Typs Hualong One.[10]

Keny Nuclear Electricity Board (Homepage)

Fernsehbeitrag

  • "Kenya is forging ahead with plans to build a nuclear power plant by 2025, as part of an ambitious development agenda. As VOA's Gabe Joselow reports, the project is not without its critics, who wonder whether nuclear power is safe compared to other clean energy sources." Quelle: YouTube
Kenya Nuclear Power Plant03:33

Kenya Nuclear Power Plant

Hochgeladen am 28. März 2014 aus YouTube


(Letzte Änderung: 19.05.2017)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. ae-africa.com: Kenya Attempts to Secure Road to Nuclear Power vom 20. Dezember 2010
  3. Bloomberg News: Kenya Aims to Build a Nuclear Power Plant by 2017, Minister Nyoike Says vom 20. September 2010 (via WayBack)
  4. Reuters USA: Kenya seeks sites for nuclear power plant vom 26. November 2010
  5. WNA: Emerging Nuclear Energy Countries/Kenya abgerufen am 10. Januar 2014
  6. taz.de: Atomkraft für Afrika vom 27. April 2011
  7. gtai.de: Aktuelle Trends aus Kenia vom 7. Mai 2013
  8. Zeit Online: Das habe ich noch nie gesehen - Sieben Afrikaner auf Expedition in Deutschland – dem Land der Energiewende. vom 17. September 2013
  9. AFK Insider: Is Africa’s Nuclear Power Renaissance Heading Into An Abyss? vom 21. März 2014
  10. www.standardmedia.co.ke: Kenya signs nuclear power partnership deal with China vom 11. September 2015

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