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Atomkraftwerke Plag

Kroatien

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Atomenergie in Europa > Kroatien

Ausstieg aus Krško nicht vorgesehen

Split, Croatia from Ferry.jpg

Split (Kroatien)

Kroatien, seit 1993 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO),[1] hat bislang kein eigenes Atomkraftwerk errichten lassen.

Es besitzt jedoch einen Anteil von 50 % am Druckwasserreaktor Krško, der sich auf slowenischem Staatsgebiet befindet und noch zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawien in Betrieb genommen wurde. 2008 deckte der Reaktor 20 % des slowenischen und 15 % des kroatischen Strombedarfs.[2]

Weitere Informationen zum Reaktor → Krško (Slowenien)

Jugoslawien hatte ein zweites Atomkraftwerk im kroatischen Prevlaka geplant. Dieses Projekt wurde jedoch nach der Tschernobyl-Katastrophe vom kroatischen Parlament fallengelassen. → Prevlaka (Kroatien)

Neubaupläne aufgegeben

Ab 2009 plante Kroatien zusammen mit Albanien den Bau eines gemeinsamen Atomkraftwerks am Skutarisee an der Grenze zu Montenegro, ein Vorhaben, das jedoch 2012 aufgegeben wurde. → Albanien und Montenegro

Slowenien und Kroatien lehnten nach der Fukushima-Katastrophe eine Abschaltung des Reaktors Krško ab. Kroatien erklärte, dass Krško von zu großer Bedeutung für die Stromversorgung des Landes sei. Slowenien wollte sogar dessen Laufzeit verlängern und einen neuen Reaktor bauen, was Proteste in beiden Ländern auslöste.[3]

Die damalige Ministerin für Ökologie und Umwelt, Mirela Holy, erklärte im Dezember 2011, dass der Bau eines neuen Atomkraftwerks in Kroatien in ökologischer und ökonomischer Hinsicht zu riskant sei.[4]

An dem durch Slowenien geplanten Bau eines neuen Reaktors in Krško möchte sich Kroatien nach einer Meldung vom Januar 2014 nicht beteiligen.[5]

Trend zu erneuerbaren Energien

Zagreb trg bana Jelačića.jpg

Zagreb, Kroatien

In Kroatien gibt es einen signifikanten Trend hin zu erneuerbaren Energien, wobei zunächst auf Wind- und Solarenergie gesetzt wurde. Von 2006 bis 2013 hat Kroatien den Anteil erneuerbarer Energien von 12,6 auf über 15 % erhöht, wobei zugleich der Stromverbrauch zurückgegangen ist.[6]

Im Oktober 2012 waren 12 Windstromanlagen in Betrieb, aufgrund des hohen Potenzials sollten jedoch 420 Anlagen mit 7.000 MW entstehen. Verschiedene internationale, aber auch kroatische Unternehmen wollten in den nächsten Jahren investieren.[7] Mittlerweile ist eine eigene Windenergie-Branche in Kroatien entstanden. Der größte Windpark in Kroatien ist Senj I, der 25.000 Haushalte mit Strom versorgen kann.[8]

Im November 2013 kam die kroatische Regierung jedoch zum Schluss, dass es bereits genug Wind- und Solaranlagen gebe. Künftig solle der Schwerpunkt der Förderung auf Biomasse, Biogas, Kraft-Wärme-Kopplung, neue Miniwasserkraftwerke und Sanierung von Gebäudefassaden gelegt werden. Dadurch erhofft man sich Einsparungen in Milliardenhöhe und neue Arbeitsplätze.[6]

Weitere Links

→ AtomkraftwerkePlag: Atommüll und Endlagerung in Europa - Kroatien
→ AtomkraftwerkePlag: Serbien und ehemaliges Jugoslawien

(Letzte Änderung: 26.12.2016)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. Spiegel Online: AKW-Zwischenfall: Slowenien räumt Fehler bei Alarmmeldung ein vom 5. Juni 2008
  3. wirtschaftsblatt.at: Krsko ist für Versorgung Kroatiens noch zu wichtig vom 23. März 2011
  4. croationtimes.com: Nuclear power plants too expensive for Croatia vom 31. Dezember 2011 (via WayBack)
  5. wirtschaftsblatt.at: Neuer Krsko-Reaktor in erdbebensicherem Gebiet vom 22. Januar 2014
  6. 6,0 6,1 enerope.eu: Kroatien ändert seine Förderpolitik für erneuerbare Energien - Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe möglich vom 18. November 2013
  7. wirtschaftsblatt.at: Windkraft sorgt für Investoren-Run auf Kroatien vom 14. September 2012
  8. Zeit Online: Flaute an der Adria vom 10. November 2013

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