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Atomkraftwerke Plag

Lauk, Kurt Joachim

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Die Lobbyisten > Lauk, Kurt Joachim

Kurt Joachim Lauk war 1992-1996 Vorstandsmitglied beim Energiekonzern VEBA AG und wurde im November 2000 in den Wirtschaftsrat der CDU gewählt. Vom Juni 2004 bis Juli 2009 war er Mitglied des Europäischen Parlaments.[1]

Wie Wolfgang Clement und Michael Fuchs unterzeichnete Lauk 2010 den "Energiepolitischen Appell" der Energiekonzerne für eine Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke.[2]

Lauk lehnte einen sofortigen Atomausstieg schon kurz nach Fukushima ab. Am 29. März 2011 gab er folgende Stellungnahme ab: "Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Partei dagegen vor einem überstürzten Ausstieg aus der Atomkraft gewarnt. "Man muss den Gesamtzusammenhang von Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Technologieoffenheit sehen", sagte der Präsident des CDU-Unternehmerverbandes, Kurt Lauk".[3]

Im Mai 2011 forderte Lauk einen Atomausstieg nur unter Vorbehalt; es müsse eine Revisionsklausel für den Fall geben, dass die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet werden könne. "Zudem wäre es international eine "Lachnummer", wenn Deutschland aus der Kernenergie aussteige, aber Atomstrom aus dem Ausland importiere".[4]

Am 27. April 2012 holte Lauk in einem Gastkommentar im "Handelsblatt" zum Rundumschlag gegen die Energiewende aus. Wie andere Atomlobbyisten diskreditierte er den Atomausstieg mit den üblichen Plattitüden: als emotional, als Alleingang Deutschlands, als "Preistreiber", als Problem für die "Versorgungssicherheit". Wir seien nur durch Glück "diesen Winter an einem Blackout vorbei geschrammt" etc. Ohne auf die Milliardensubventionen für Atomstrom hinzuweisen, kritisierte er die Subventionen für erneuerbare Energien. Lauk behauptete, Deutschland müsse Atomstrom importieren, und verwies auf geplante AKW-Bauten in Polen und Tschechien: "Unsere Energiewende kann nach dem jetzigen Modell nur so lange funktionieren, wie wir (auch) Atomstrom von unseren Nachbarn beziehen. Die haben das erkannt." Lauks Lösung: "Bei der Energiewende eine Pause einlegen! Tempo rausnehmen! (…) Notfalls müssen wir ganz von vorne anfangen! Oder das Vorhaben fallenlassen, bevor das Land lahmliegt."[5]

Mit der Wirklichkeit hat dies nichts zu tun: Es sei darauf hinzuweisen, dass Deutschland seinen Exportüberschuss an Strom seit Beginn der Energiewende weiter steigern konnte. → AtomkraftwerkePlag: Exportüberschüsse

Im Juni 2012 regte Lauk ein Prüfung des "Zeithorizonts" beim Atomausstieg an. "Der CDU-Politiker nannte die von der Regierung beschlossene Energiewende überstürzt. "Nationale Alleingänge führen in die Irre.""[6]

Seit 2013 scheint sich aber auch Lauk mit der Energiewende angefreundet zu haben: Im April lobte er die Gesetze zum beschleunigten Ausbau der Energienetze und gab zu, dass es in Deutschland genug Strom gebe.[7]

→ Wikipedia: Kurt Joachim Lauk

(Letzte Änderung: 25.10.2016)

Einzelnachweise

  1. Wirtschaftswoche: Kurt Lauk (via WayBack) abgerufen am 27. September 2015
  2. FAZ.net: Energiepolitischer Appell - 40 Manager greifen Röttgens Politik an vom 21. August 2010
  3. stern.de: Debatte um Atompolitik - McAllister setzt auf Windenergie vom 29. März 2011
  4. Reuters Deutschland: Industrie und CDU-Politiker für AKW-Aus unter Vorbehalt vom 24. Mai 2011
  5. Handelsblatt: Gastkommentar - Unsere Energiewende braucht Hilfe aus Europa von Kurt J. Lauk vom 27. April 2012
  6. Reuters Deutschland: CDU-Wirtschaftsrat: Atomausstieg könnte sich verzögern vom 11. Juni 2012
  7. finanzNachrichten.de: Gut so! Leistungsstarke Energieinfrastrukturen statt Staatswirtschaft - Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V. vom 25. April 2013

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