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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > USA > Skagit/Hanford (USA)

2 Siedewasserreaktoren • Hersteller: General Electric • Leistung: 2 x 1.335 MW • Bestellung: 1973/1974 •
Geplante Inbetriebnahme: 1981/1983 • Projektende: 31. August 1983[1][2][3]


AKW für den Bundesstaat Washington

Hanford Site welcome.jpg

Skagit/Hanford war ein geplantes Atomkraftwerk mit zwei Einheiten, welches zunächst im Skagit Valley nördlich von Seattle und 23 Meilen südöstlich von Bellingham im Bundesstaat Washington errichtet werden sollte.[4]

Nach dem Atomunfall von Harrisburg/Three Mile Island 1979 erhob sich jedoch Widerstand, und infolge einer Abstimmung im Bezirk Skagit war der Betreiber, die Puget Sound Power & Light Company, dazu gezwungen, den Standort nach Hanford am Columbia River im gleichen Bundesstaat zu verlegen. Hanford ist ein stark verstrahltes Gelände, in dem sich auch eine stillgelegte Plutoniumfabrik befindet.[5] Skagit/Hanford ist nicht zu verwechseln mit den Einheiten WNP 1, 2 und 4, die ebenfalls in Hanford geplant waren, und von denen nur WNP-2 unter dem Namen Columbia fertiggestellt wurde.

Skagit/Hanford sollte aus zwei Siedewasserreaktoren mit einer Leistung von je 1.335 MW bestehen. Beide Einheiten wurden von der Puget Sound Power & Light Company 1973/1974 bei General Electric bestellt. Die Inbetriebnahme sollte 1981 bzw. 1983 erfolgen.[1][2][6]

1983 verworfen

Die Anlage kam jedoch nicht über die Planungsphase hinaus. Am 31. August 1983 gab der Betreiber öffentlich bekannt, das Projekt, in das bereits 400 Mio. US-Dollar investiert worden waren und das auf insgesamt 4,75 Mrd. US-Dollar Volumen geschätzt wurde, aufzugeben. Der Antrag auf Baugenehmigung lag zu diesem Zeitpunkt noch bei der Nuclear Regulatory Commission (NRC) zur Prüfung.[5][4]

Schon zuvor war von Kostenüberschreitungen, Verzögerungen bei der Konstruktion, Sicherheitsproblemen und fehlendem Bedarf bei mehreren AKW der Muttergesellschaft Washington Public Power Supply System die Rede gewesen. Der Hauptgrund für die Stornierung von Skagit/Hanford war jedoch, dass die Anlage nicht in den 20jährigen Ressourcenplan des Northwest Power Planning Council aufgenommen wurde und mit einem rentablen Betrieb nicht zu rechnen war.[5]

Skagit/Hanford war der bislang letzte Antrag auf ein AKW, der im Bundesstaat Washington gestellt wurde; 2016 wurde dort der Bau von Small Modular Reactors (SMR) erwogen.[7]

→ samishland.net: The Nuclear Power Controversy in Skagit County, 1967-1983 von 2012

(Letzte Änderung: 19.02.2017)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 IAEO: SKAGIT-1 und SKAGIT -2 abgerufen am 3. Juni 2016 (via WayBack)
  2. 2,0 2,1 IAEO: LES CENTRALES NUCLEAIRES DANS LE MONDE von 1997
  3. New York Times: T.V.A. Cancels 4 Reactors KNOXVILLE, Tenn., Aug. 29 vom 30. August 1984
  4. 4,0 4,1 nrc.gov: 2006-2007 InformationDigest vom August 2006 (via WayBack)
  5. 5,0 5,1 5,2 New York Times: Puget Power Will Seek End to Nuclear Project vom 31. August 1983
  6. tonto.eia.doe.gov: Nuclear Power Generation and Fuel Cycle Report 1997 vom September 1997
  7. elp.com: Washington State continues looking into small modular reactors vom 3. März 2016

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