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Slowenien

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Atomenergie in Europa > Slowenien

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Ljubljana (Slowenien)

Auf slowenischen Staatsgebiet befindet sich der 727-MW-Reaktor Krško, der aus Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens stammt und Slowenien und Kroatien jeweils zur Hälfte gehört.

Daneben besitzt Slowenien einen TRIGA-Forschungsreaktor mit 250 KW Leistung im "Jožef Stefan Institut" (JSI) nahe der Hauptstadt Ljubljana, der seit 31. Mai 1966 betrieben wird.[1]

Slowenien wurde 1992 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).[2]

Neubau oder Laufzeitverlängerung?

Nach der Fukushima-Katastrophe im März 2011 lehnten Slowenien und Kroatien eine Abschaltung des Reaktors Krško ab. Slowenien wollte ein neues Atomkraftwerk errichten, was jedoch Proteste in beiden Ländern auslöste.[3]

Im Juni 2011 hielt Slowenien noch am Ausbau der Atomkraft fest.[4] Im Dezember 2011 lehnte der slowenische Premier Jankovic hingegen einen weiteren Reaktor in Krško ab und bezeichnete die Atomenergie als Auslaufmodell.[5] Die folgende Regierung unter Jansa diskutierte zwar den Bau eines neuen Reaktors, verschob aber eine Entscheidung.[6] Im Juni 2012 war offen, ob es einen Neubau oder eine Laufzeitverlängerung geben soll.[7]

Im Januar 2014 hieß es, die slowenische Regierung hielte am Bau eines neuen Reaktors für 3,5 bis 4 Mrd. Euro fest, wozu allerdings ein Referendum abgehalten werden sollte. Kroatien wollte sich nicht am Neubau beteiligen.[8] Anscheinend war die Finanzierung nicht geklärt, denn Slowenien suchte Investoren für den Bau des zweiten Reaktors, der 1.500 MW Leistung haben und 2030 ans Netz gehen sollte. Der slowenische Betreiber Gen Energija prüfte darüber hinaus eine Laufzeitverlängerung des aktiven Reaktors von 2023 auf 2043.[9]

Nähere Informationen zu Krško finden sich unter:

Krško

Equirectangular projection SW.jpg AKW-Standorte

Slowenien hat den Anteil erneuerbarer Energien von 16 % im Jahre 2005 auf 19 % im Jahre 2012 erhöht. 2020 soll der Anteil bei 25 % liegen, wobei derzeit Wasserkraft und Biomasse dominieren. Die Einspeisevergütungen wurden kontinuierlich zurückgefahren.[10]

Uranabbau in Slowenien

(Letzte Änderung: 01.01.2017)

Einzelnachweise

  1. rcp.ijs.si: TRIGA Reactor (Homepage) abgerufen am 28. Dezember 2013
  2. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  3. Wirtschaftsblatt.at: Krsko ist für Versorgung Kroatiens noch zu wichtig vom 23. März 2011
  4. Kleine Zeitung Slowenien hält an Atomenergie fest vom 11. Juni 2011 [Seite nicht mehr verfügbar]
  5. Kleine Zeitung: Zoran Jankovic: "Wir werden uns schnell erholen" vom 6. Dezember 2011. Interview, 4. Frage
  6. wirtschaftsblatt.at: Sloweniens Finanzen diese Woche auf dem Prüfstand vom 12. März 2012
  7. OWC: Geldprobleme behindern AKW-Ausbau in Osteuropa vom 4. Juni 2012
  8. wirtschaftsblatt.at: Neuer Krsko-Reaktor in erdbebensicherem Gebiet vom 22. Januar 2014
  9. Focus Online: Slowenien sucht Investoren für Atomkraftwerk vom 3. Februar 2014
  10. gtai.de: Slowenien senkt Einspeisevergütungen kontinuierlich vom 10. Oktober 2013

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