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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Tadschikistan

Überblick

Dushanbe panorama 05

Duschanbe (Tadschikistan)

In Tadschikistan wurde in sowjetischer Zeit Uran abgebaut. Die Arbeiten wurden 1992 eingestellt, und der mittelasiatische Staat versucht, die strahlenden Altlasten mit internationaler Hilfe zu reduzieren. → Uranabbau in Asien: Tadschikistan

Tadschikistan, seit 2000 IAEO-Mitglied,[1] besitzt kein kommerzielles Atomkraftwerk.

Das Land nahm 2013 an einer IAEO-Atomkonferenz in Moskau teil und diskutierte mit ROSATOM über eine mögliche Kooperation.[2]

Tadschikistan deckt seinen Strombedarf weitgehend durch Wasserkraft und Erdgas. Im Februar 2017 unterzeichneten Tadschikistan und Russland eine Abkommen zur Kooperation im Bereich der Atomenergie. Dieses betrifft u.a. Design, Konstruktion, Betrieb und Stilllegung von Forschungsreaktoren, Entsorgung von gebrauchtem Brennstoff und Atommüll, Sanierung und Nutzung von stillgelegten Uranminen, Anlagen zur Weiterverarbeitung von Uran sowie die Nutzung der Atomkraft für industrielle Zwecke.[3]

Es gibt keine Belege dafür, dass eine Nutzung der Atomkraft zur Stromerzeugung geplant ist.

Argus Forschungsreaktor

1991 wurde ein Argus Forschungsreaktor in der Hauptstadt Duschanbe fertiggestellt, für den 21 % angereichertes Uran als Brennstoff vorgesehen war, der aber nie in Betrieb genommen wurde. Obwohl die tadschikische Regierung an einer Inbetriebnahme interessiert war, bat sie 2007 die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), den Reaktor stillzulegen und durch einen Teilchenbeschleuniger zu ersetzen.[4]

Am 14. Januar 2016 gab der Leiter der Akademie der Wissenschaften in Tadschikistan bekannt, dass in den nächsten Jahren der Argus-FTI-Forschungsreaktor zum Zweck wissenschaftlicher Forschung doch in Betrieb genommen werden soll. Außerdem soll ein Komplex zur Herstellung radiopharmazeutischer Produkte entstehen.[5]

(Letzte Änderung: 21.08.2017)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. news.tj: Tajikistan participates in international conference on nuclear power in St. Petersburg vom 28. Juni 2013
  3. world nuclear news: Russia and Tajikistan plan nuclear cooperation vom 28. Februar 2017
  4. NTI: Country Profiles/Tajikistan abgerufen am 27. Januar 2016
  5. news.tj: Tajikistan expected to launch the nuclear research reactor within the next few years vom 14. Januar 201

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