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Thailand

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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Thailand

Einstiegspläne seit 1966

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Bangkok (Thailand)

Thailand, ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) 1957,[1] hat bislang keine kommerziellen Atomkraftwerke. Der südostasiatische Staat betreibt lediglich seit 7. November 1977 einen Forschungsreaktor mit der Bezeichnung TRR-1/M1 und einer Leistung von 1.300 KW bei Bangkok.[2]

Den Einstieg in die Atomkraft erwog Thailand laut IAEO zum ersten Mal 1966, als in Aow Pai (Provinz Chonburi) der Bau eines Siedewasserreaktors mit 600 MW Leistung geplant war. Das Projekt wurde nach der Entdeckung von Erdgas 1978 auf unbestimmte Zeit verschoben.[3]

2007 waren nach Informationen der World Nuclear Association (WNA) in einem Energieentwicklungsplan Reaktoren mit einer Leistung von 4.000 MW bis 2020/21 vorgesehen. Im Energieentwicklungsplan von 2010 waren fünf Reaktoren mit insgesamt 5.000 MW Leistung für die Jahre 2020 bis 2028 geplant.[4]

AKW-Projekte nach Widerständen aufgegeben?

Die für Atomkraftwerke geplanten Standorte Surat Thani and Nakhon Si Thammarat mussten laut der WNA wegen kommunaler Widerstände 2010 aufgegeben werden, ebenso die im Kabinettsbeschluss 2011 genannten Standorte Ubon Ratchathani und Nakhon Sawan.[4]

Noch 2011 startete die Regierung eine Informationskampagne zur Nutzung der Atomkraft, ordnete nach Fukushima aber eine Prüfung der Einstiegspläne an.[5] Eine Entscheidung über den Einstieg wurde zunächst um drei, dann um sechs Jahre auf 2017 verschoben. Der Energieentwicklungsplan von 2010 wurde auf zwei Reaktoren mit je 1.000 MW reduziert, mit deren Bau 2020/2021 begonnen werden sollte und deren Fertigstellung 2026/2027 vorgesehen war.[3]

Laut dem World Nuclear Industry Status Report vom Juli 2012 sind die Einstiegspläne jedoch aufgegeben worden.[6] Auch die thailändische Botschafterin Phetcharatana erklärte im November 2013, dass alle Projekte auf Eis gelegt wurden und die Bevölkerung die Atomkraft ablehnt. Erneuerbare Energien werden gefördert und sollen bis 2020 einen Anteil von 25 % erreichen.[7]

Im August 2014 wurde gemeldet, dass die thailändische Militärregierung die Atomkraft wegen zu hoher Risiken nicht einführen möchte. Es sollen stattdessen Kohle, Wind, Sonne und Müll für die Energieerzeugung genutzt werden.[8]

Im Energieentwicklungsplan 2015 ist aber doch wieder die Atomkraft als Energiequelle vorgesehen, allerdings erst ab 2036[9][10]

Im Dezember 2015 wurde bekannt, dass zwei der in Fangchenggang (China) geplanten Hualong-One-Reaktoren in Kooperation mit Thailand gebaut werden.[11]

(Letzte Änderung: 28.12.2016)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. IAEO: Research Reactors/Thailand TRR-1/M1 abgerufen am 4. April 2014
  3. 3,0 3,1 IAEO: Country Nuclear Power Profiles/Thailand abgerufen am 14. Februar 2015
  4. 4,0 4,1 WNA: Emerging Nuclear Energy Countries abgerufen am 11. Januar 2014
  5. verivox.de: Weltweites Streiten über Für und Wider der Atomkraft vom 18. März 2011
  6. World Nuclear Industry Status Report: Thailand, S.28 vom Juli 2012
  7. WAZ: Thailändische Botschafterin lobt Nordrhein-Westfalen vom 3. November 2013
  8. Der Farang: Kohle, Wind, Sonne und Müll statt Atomkraft vom 12. August 2014
  9. renewableenergy-asia.com: Thailand’s Power Development Plan 2015 (PDP 2015) vom 28. April 2015
  10. export-erneuerbare.de: Thailand - Energy Policy Update vom Mai 2015
  11. Reuters: China, Thai firms to build Hualong nuclear reactors - Xinhua vom 24. Dezember 2015

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