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Uranabbau weltweit > Uranabbau in Australien

Kakadu National Park uranium mining Controlled Area

Kakadu National Park Uranium Mining: Controlled Area

1970 waren im australischen Northern Territorium große Uranbestände entdeckt worden, weswegen zu jener Zeit auch eine kommerzielle Urananreicherung erwogen wurde.[1]

2011 war Australien drittgrößter Uranproduzent und verfügt über ein Drittel der bekannten Uranvorkommen. 2011 wurden 7.037 Tonnen Uran gefördert und komplett exportiert.[2]

Mit der Uranförderung in der Ranger-Mine im Norden des Kontinents seit 1981 ist eine Verseuchung der Umwelt verbunden, welche auf Widerstand stößt. "Die Mine liegt im Monsungebiet und ist vom Kakadu-Nationalpark, der zum Weltkulturerbe gehört, umgeben. Durch das jährliche Hochwasser in der Gegend gelangt immer wieder radioaktiv verseuchtes Wasser aus den Schlammbecken in die Umwelt. In der Folge werden die Flüsse in der Gegend und das Umland verseucht. Doch immer mehr Aborigines und viele Umweltorganisationen setzen sich dafür ein, dass zumindest keine weiteren Uranförderstätten in der Umgebung entstehen."[3]

Kakadu National Park uranium mining

Uranabbau im australischen Kakadu-Nationalpark

Nach Fukushima wurde die Fortführung der Uranförderung in Australien vorübergehend diskutiert. Während die Bundesstaaten diese verbieten oder blockieren wollten, sieht die Regierung darin eine "Schlüsselindustrie" und ist an einer Weiterentwicklung interessiert.[4]

Im Mai 2011 wurde die Ausbeutung eines großen Uranvorkommens geplant: "Im australischen Roxby Downs ist die Katastrophe von Fukushima längst Zeitgeschichte. Hier liegt das größte Uranvorkommen der Welt. Der Bergbaukonzern BHP Billiton will es heben und lässt das größte Loch des fünften Kontinents graben. (...) Mit mehr als 250 000 Tonnen sitzt BHP Billiton (...) vor allem auf dem größten Uranvorkommen der Erde, 40 Prozent der weltweiten Nachfrage werden in Australien gedeckt."[5]

Ab 2017 ist Uranabbau im Westen Australiens geplant: "Der australische Uranproduzent Paladin Energy (WKN 890889) will die Produktion auf seinem Manyingee-Projekt in Western Australia ab 2017 aufnehmen. Wie Paladins Managing Director John Borshoff auf der Konferenz Africa Downunder erklärte, verfügt Manyingee über rund 17,8 Mio. Pfund Uran in der Kategorie angezeigt sowie über weitere 6,2 Mio. Pfund in der Kategorie geschlussfolgert."[6]

Im Oktober 2012 hob der Bundestaat Queensland das seit 1989 bestehende Verbot für Uranabbau auf, was auf Begeisterung der Uranförderunternehmen stieß. "Die Australian Uranium Association (AUA) bezeichnete den Entscheid als einen bedeutenden Sieg soliden Politisierens. (...) Auch die australischen Uranförderunternehmen Paladin Energy Ltd. und Summit Resources Ltd. zeigten sich erfreut. Das Abbauverbot bezeichneten sie als ein ideologisches Relikt aus früheren Zeiten."[7]

Im April 2013 genehmigte Umweltminister Tony Burke zwei Grabungsstellen und eine Aufbereitungsanlage in Westaustralien bei Wiluna.[8]

Uranproduktion (Zahlen ab 2007)

  • Der gefährliche Abbau von Uran
    "Die Ureinwohner hier erkranken doppelt so oft an Krebs wie anderswo in Australien. (...) [Collin Tatz, Institute For Aboriginal Studies:] "Als wir die Zahlen aus dem Krebsregister auswerteten, fanden wir heraus, dass es eine unglaublich hohe Zahl von Lungenkrebskranken in den Gemeinden der Aborigines rund um die Ranger-Mine gibt."" Quelle: Video
Der gefaehrliche Abbau von Uran 3sat 08.0208:14

Der gefaehrliche Abbau von Uran 3sat 08.02.2008 - Wismut, Sachsen, Thüringen, Australien

ab Min 1:14

(Letzte Änderung: 28.06.2017)

Einzelnachweise

  1. nonproliferation.org: Isotopes and Identity: Australia and the Nuclear Weapons, 1949-1998 (Seite 10ff.) von 2000
  2. Deutscher Bundestag Antwort der Bundesregierung - Herkunft und Transporte von Kernbrennstoffen und ihrem Ausgangsmaterial Drucksache 17/10573 vom 27. August 2012
  3. mdr.de Die Lüge von der sauberen Energie - Yellow Cake vom 25. Juli 2012 (via WayBack)
  4. EMFIS: Australiens Provinzregierungen blockieren Uran-Abbau vom 13. Mai 2011 (via WayBack)
  5. FAZ.net Rohstoff für Atomkraftwerke: Der helle Klang des Urans vom 21. Mai 2011
  6. wallstreet:online: Langfristige Planungen - Paladin Energy erwartet Produktionsbeginn in Western Australia für 2017 vom 29. August 2012
  7. nuklearforum.ch: Australien: Queensland hebt Uranabbauverbot auf vom 26. Oktober 2012
  8. Berliner Zeitung: Australien erschließt weiteres Uranvorkommen vom 2. April 2013

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