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Unvollendete Anlagen > West-Berlin (Berlin)

In West-Berlin wollte die Berliner Städtische Elektrizitätswerke Aktien-Gesellschaft (Bewag) das erste deutsche Atomkraftwerk bauen lassen, ein Projekt, welches 1960 auch mit dem damaligen Atomminister Siegfried Balke abgestimmt wurde.[1]

Ein vom US-amerikanischen Hersteller Westinghouse gelieferter Druckwasserreaktor sollte gleich neben dem Berliner Forschungsreaktor am Wannsee entstehen und eine Eigenversorgung West-Berlins mit Energie ermöglichen. Sicherheitsbedenken hatte man dabei nicht, obwohl im Umkreis von drei Kilometer 45.000 und im Umkreis von 15 Kilometer eine halbe Million Menschen wohnten. Bereits 1959 waren in den Medien die ersten Planungen euphorisch angekündigt werden; es war von der "Atomstadt Berlin" die Rede. Die USA unterstützten das Projekt anfangs als Möglichkeit, die technische Überlegenheit des Westens zu präsentieren, stoppten das Projekt jedoch 1961 infolge des Mauerbaus aus politischen Gründen. 1970 wurde ein zweiter Anlauf unternommen: ein 600-MW-Reaktor sollte an der Spree mitten in Charlottenburg entstehen. Aus Angst vor Widerständen in der Bevölkerung wurde das Projekt Ende 1976 endgültig aufgegeben.[2]

→ Wikipedia: Bewag (Berlin)

(Letzte Änderung: 07.04.2016)

Einzelnachweise

  1. Joachim Radkau & Lothar Hahn: Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft. oekom, München 2013. S. 172.
  2. Zeit Online: Atomstadt Berlin vom 12. März 2012

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