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Western European Nuclear Regulators' Association (WENRA)

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Organisationen und Kommissionen > Western European Nuclear Regulators' Association (WENRA)

WENRA.png

WENRA-Mitgliedstaaten (blau), Staaten mit Beobachterstatus (grau), 2013

Laut einer Website des Bundesumweltministeriums wurde die Western European Nuclear Regulators' Association (WENRA) 1999 von westeuropäischen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden als Beratungsgremium zur Sicherheit von Atomkraftwerken im Rahmen der geplanten Osterweiterung der EU gegründet. "WENRA versteht sich nunmehr als ein Netzwerk der europäischen Aufsichtsbehörden mit dem Ziel, sich über sicherheitsrelevante Aspekte beim Betrieb von kerntechnischen Einrichtungen auszutauschen und zu beraten. (…) Ziel von WENRA ist es, die Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen in den Mitgliedstaaten zu fördern und weiterzuentwickeln." WENRA soll die kerntechnischen Regelwerke der EU-Staaten harmonisieren. Sie verfügt über zwei Arbeitsgruppen zur Reaktorsicherheit und Stilllegung, die "Reactor Harmonisation Working Group" (RHWG) und die "Working Group on Waste and Decomissioning" (WGWD).[1]

Im November 2000 veröffentlichte die WENRA einen Bericht, in dem Mängel in osteuropäischen Atomkraftwerken in Bezug auf Anlagensicherheit, Betriebsführung und Atomaufsicht aufgelistet wurden. Nicht untersucht wurden "mögliche Mängel bei Entsorgungs- und Stilllegungsvorsorgemaßnahmen".[2]

2010 schlug die Western European Nuclear Regulators' Association Sicherheitsziele für neue Atomkraftwerke in Europa vor; so sollten insbesondere die Risiken von Kernschmelzen und der damit zusammenhängende Austritt radioaktiver Substanzen reduziert und die Sicherheit bei Flugzeugabstürzen verbessert werden.[3]

Für Empörung in Deutschland sorgte Anfang Mai 2011 ein Entwurf der WENRA, in dem die europäischen Stresstests von Atomkraftwerken im Nachgang zur Fukushima-Katastrophe auf Druck der Atomlobby deutlich abgeschwächt werden sollten. So sollten nur noch Umweltrisiken, nicht aber andere Risiken wie Terroranschläge, Cyberattacken und Flugzeugabstürze getestet werden. Die Tests sollten durch die AKW-Betreiber durchgeführt und von den Aufsichtsbehörden geprüft werden.[4] Weiter gehende Tests trafen auf den Widerstand von Großbritannien und Frankreich.[5] → AtomkraftwerkePlag: EU-Stresstest für Atomkraftwerke

Im September 2013, ein Jahr nachdem in den belgischen AKW Doel und Tihange Risse an Druckbehältern festgestellt worden waren, beschloss die WENRA eine Überprüfung aller 131 Atomkraftwerke in Europa. Sie war zum Ergebnis gekommen, dass die Risse auf Produktionsfehler zurückzuführen sind, die auch bei anderen AKW möglich seien. Die Entscheidung, ob AKW abgeschaltet werden sollten, liegt jedoch bei den nationalen Aufsichtsbehörden.[6]

Weitere Quellen

WENRA (Homepage)
→ WENRA: Members
→ GRS: WENRA

(Letzte Änderung: 23.10.2015)

Einzelnachweise

  1. BMU: Western European Nuclear Regulators' Association (WENRA) abgerufen am 12. September 2013
  2. strom magazin: Neuer Bericht der europäischen Atomaufsichtsbehörden: Immer noch Mängel in osteuropäischen Atomkraftwerken vom 10. November 2000
  3. AREVA: WENRA proposes safety goals for new nuclear reactors vom 7. Juli 2010
  4. Süddeutsche.de: Berlin empört sich über Brüssel vom 4. Mai 2013
  5. Handelsblatt: EU blockiert Terror-Check von Atomkraftwerken vom 3. Mai 2011
  6. tagesschau.de: Atomaufsicht veranlasst Massenprüfung - Sorge um europäische Reaktorkessel vom 6. September 2013 (via Wayback)

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