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Mythos Brennstoffkreislauf

Schema radioaktiver Abfaelle.jpg

Das grundlegende Problem bei der Kernspaltung besteht darin, dass große Mengen an Atommüll erzeugt werden: Uran, Plutonium und andere langlebige Spaltprodukte. Der Traum der Atomindustrie, durch die Wiederaufarbeitung von Atommüll eine Art nukleares Perpetuum Mobile, einen geschlossenen Brennstoffkreislauf, in Gang zu setzen, ist deshalb bereits vor Jahrzehnten entstanden. Uran und Plutonium sollten wiederaufgearbeitet und in neuen Brennelementen immer wieder verwendet werden. Nur nicht mehr verwertbare radioaktive Substanzen sollten den Kreislauf verlassen und endgelagert werden.[1]

In Wirklichkeit kann aber nur ein geringer Teil des Atommülls wiederverwertet werden, und bei der Wiederverwertung wird wieder neuer Atommüll mit langlebigen radioaktive Substanzen produziert. Deshalb sind im Lauf der letzten Jahrzehnte große Plutoniumbestände angehäuft worden, für die man keine Verwendung hat. Zudem resultieren aus der Wiederaufarbeitung enorme ökologische Schäden.

In Deutschland wurde der Brennstoffkreislauf, dem in einer Novelle des Atomgesetzes 1976 unter dem Begriff "schadlose Verwertung" noch Vorrang vor anderen Entsorgungswegen eingeräumt wurde, mit der Novelle 1994 wieder aufgegeben. Er hat sich, wie das Bundesamtes für Strahlenschutz in einer Publikation 2008 urteilte, als eine Fiktion erwiesen.[1] Andere Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Russland und China hingegen halten den Mythos vom Brennstoffkreislauf weiter wach.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 BfS: Dezentrale Zwischenlager von 2008 (via WayBack)

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